So wird die Feuerwehr im Bezirk Krems alarmiert
Notruf 122: Was passiert dann?
- Wird im Bezirk Krems der Notruf 122 gewählt, geht dieser in der Bereichsalarmzentrale Krems ein
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- hochgeladen von Marion Edlinger
Brennt ein Haus, kommt es zu einem Verkehrsunfall oder wird ein Flurbrand entdeckt, zählt jede Sekunde. Doch was passiert eigentlich, nachdem der Notruf 122 gewählt wurde? MeinBezirk hat bei der Feuerwehr Krems nachgefragt. Andreas Herndler, operativer Leiter der Bereichsalarmzentrale Krems, gab Einblick, wie die Alarmierungskette im Ernstfall funktioniert.
BEZIRK KREMS. Wer nimmt den Anruf entgegen und wie kommen die Einsatzkräfte innerhalb weniger Minuten an den Einsatzort?
Jeder Notruf wird sofort bearbeitet
Wird in Niederösterreich der Notruf 122 gewählt, landet dieser bei der zuständigen Bereichsalarmzentrale (BAZ). Für den Bezirk Krems ist diese Zentrale in Krems, die rund um die Uhr besetzt ist. Pro Jahr werden hier mehrere tausend Alarmierungen für die Feuerwehren in Krems-Stadt und Krems-Land abgewickelt.
Ist die Alarmzentrale gerade stark ausgelastet, greift automatisch ein ausgeklügeltes System. Der Notruf läutet gleichzeitig auch in einer Partner-Alarmzentrale. Sind dort ebenfalls alle Arbeitsplätze belegt, wird der Anruf an weitere Standorte und schließlich an alle verfügbaren Bereichsalarmzentralen in NÖ weitergeleitet. So ist auch wirklich sichergestellt, dass jeder Notruf rasch entgegengenommen wird.
In wenigen Augenblicken sind die Feuerwehren alarmiert
Die Disponentinnen und Disponenten verschaffen sich zunächst einen Überblick über die Lage und erfassen die wichtigsten Informationen. Mithilfe des Einsatzleit- und Kommunikationssystems ELKOS werden anhand der hinterlegten Alarmpläne sofort jene Feuerwehren alarmiert, die für den Einsatz benötigt werden.
Die Feuerwehrmitglieder werden über Pager, Sirenen sowie zusätzlich über Apps und weitere Informationssysteme verständigt. Danach fahren sie zum Feuerwehrhaus, besetzen die Einsatzfahrzeuge und rücken zum Einsatzort aus.
Im Hintergrund läuft alles Hand in Hand
Während die ersten Feuerwehrmitglieder bereits unterwegs sind, laufen in der BAZ alle Informationen zusammen. Dort wird der Einsatz dokumentiert und bei Bedarf werden sofort weitere Feuerwehren oder Einsatzkräfte alarmiert. Gerade bei größeren Bränden, schweren Verkehrsunfällen oder Unwettern zeigt sich, wie gut dieses Zusammenspiel funktioniert.
Diese Informationen sind beim Notruf wichtig
Damit die Feuerwehr schnell helfen kann, sollte man möglichst ruhig bleiben und folgende Fragen beantworten:
Wo ist der Einsatzort?
Was ist passiert?
Gibt es verletzte oder gefährdete Personen?
Gibt es besondere Gefahren, etwa Gasflaschen, Gefahrstoffe oder Photovoltaikanlagen?
Wer meldet den Vorfall und unter welcher Telefonnummer ist die Person erreichbar?
Wichtig ist außerdem, erst aufzulegen, wenn die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter der Bereichsalarmzentrale keine weiteren Fragen mehr hat.
Jede Information hilft
Vor allem bei Flur- und Waldbränden ist eine möglichst genaue Ortsangabe besonders wichtig. Solche Einsätze führen die Feuerwehren oft in unwegsames Gelände, wo sich die Lage innerhalb kurzer Zeit verändern kann.
Die Bereichsalarmzentrale Krems ist rund um die Uhr mit speziell ausgebildeten Feuerwehrmitgliedern besetzt. Sie übernehmen diese Aufgabe zusätzlich zu ihrem ehrenamtlichen Engagement bei der Feuerwehr und bilden sich regelmäßig weiter. So kann sich die Bevölkerung darauf verlassen, dass die Hilfe schnell dort hinkommt, wo sie gebraucht wird.
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