Weil ein Kater vom Himmel fiel
Tierheim Krems eröffnet Katzengärten
- Tierheimleiterin Brigitte Kainz, Obfrau Andrea Specht samt Kater Aristo und Pflegeleiterin Aniko Peter vor einem der neuen Katzengärten.
- Foto: Tierheim Krems
- hochgeladen von Christoph Fuchs
Mit einem Fest wird am Samstag, 29. August, von 13 bis 18 Uhr im Kremser Tierheim der neue Outdoor-Bereich für schwer vermittelbare Katzen gefeiert. Die gesamten Einnahmen von Veggie-Buffet, Tombola und Vintage-Markt kommen den Vierbeinern zugute. Darüber hinaus gibt es Erste-Hilfe-Tipps für Tiere, Infostände und Kinderprogramm. Errichtet wurden die Katzengärten dank der großzügigen Spende eines anonymen Tierfreundes.
KREMS. Die Geschichte klingt wie der Plot eines Hollywood-Films: Ein Gast eines großen Kremser Hotels geht in der Nachbarschaft spazieren und trifft ein verlassenes Katzenbaby. Er bringt es ins Tierheim und lässt auch gleich eine großzügige Spende für seine Versorgung da. Als sich die Leiterin des Heimes persönlich bedankt, entsteht ein Gespräch über den lang gehegten Wunsch, Katzengärten zu bauen – die der anonym bleiben wollende Spender daraufhin mit 25.000 Euro finanziert. Dazu kommen Sachspenden wie die Ausstattung der Gärten durch Katzenhäuschen der Firma Divas Cats Corner, Erde der Firma Compo, Kräuterrollrasen der Firma Zehetbauer und die tatkräftige Unterstützung von Reinhard Kittenberger.
Mehr Lebensqualität für die Katzen
„Durch die beiden Katzengärten wollen wir die Lebensqualität der Katzen verbessern, die länger bei uns bleiben, weil sie scheu, alt oder krank und dadurch schwer vermittelbar sind“, erzählt Andrea Specht, Obfrau, Gründerin und Leiterin des Kremser Tierheims in der Franziskusstraße 11. „Unser Schwerpunktthema beim Fest ist gesicherter Freigang, weil wir sehr viele Unfallkatzen mit schwersten Verletzungen bekommen.“
Der Straßenverkehr wird Katzen ebenso zum Verhängnis wie der Sturz aus dem Fenster. Eine Katze aus der Mitterau überlebte den Fall aus dem 11. Stock mit massiven Verletzungen und konnte dank chirurgischer Hilfe gerettet werden. Auch zur bedürfnisgerechten und sicheren Wohnungshaltung von Katzen wird es Infos geben.
Sechs Mitarbeiter für über 140 Tiere
Rund 80 Katzen, 30 Hunde sowie 30 Kaninchen und Vögel werden derzeit von lediglich sechs Personen im Tierheim Krems versorgt, das auf Platz 2 der Auslastung von Niederösterreichs Tierheimen liegt. Drei Stellen sind derzeit unbesetzt. Stolze 800.000 bis 900.000 Euro kostet jährlich der Betrieb. Finanziert wird er zu 60 Prozent durch Subventionen des Landes, der Rest wird durch Spenden, Schutzgebühren bei Tieradoptionen und einige Patenschaften selbst gesammelt. Bei Anschaffungen helfen immer wieder tierliebe Sponsoren, wie kürzlich mit einem sechsstelligen Betrag für die Erneuerung der 25 Jahre alten Quarantäne- und Krankenstation. „Wir sind jedenfalls Kater Clarence sehr dankbar, dass er vom Himmel gefallen ist, um uns den Traum von den Katzengärten verwirklichen zu helfen“, freut sich Andrea Specht.
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