14.03.2017, 11:48 Uhr

Literatur und Wein 2017: Auf der Suche nach dem Glück

Autorin Sabine Gruber (Foto: privat)
Literatur & Wein –
6. bis 9. April 2017
in Stift Göttweig, im Literaturhaus NÖ und im Bühnenwirtshaus Salzstadl
www.literaturundwein.at

Das Internationale Kulturenfestival LITERATUR & WEIN geht in die 19. Runde und lässt sich in diesem Jahr unter dem Thema Auf der Suche nach dem Glück subsumieren. Das Glück ist eine fragile Angelegenheit und seine individuelle Definition höchst unterschiedlich – so kann in unseren unruhigen Zeiten Glück bedeuten, ein Dach über dem Kopf und ausreichend zu essen zu haben.

Die Autorinnen und Autoren des Festivals 2017 setzen bei ihrer Glückssuche eine Menge Register der literarischen Topoi in Bewegung. Die beiden hochkarätigen Eröffnungsgäste des Festivals beziehen sich in ihren aktuellen Titel auf den Mikrokosmos des Generalthemas: John Burnside begibt sich auf die Suche nach der „Normalität“, Tim Parks handelt es im Zuge einer tragikomischen Ehegeschichte ab. Den deutschen Übersetzungen leiht Christoph Mauz seine Stimme.

Wie unterschiedlich sich nicht nur die Suche nach dem Glück gestalten kann und wie unterschiedlich die individuelle Definition für etwas, das für andere als selbstverständlich gilt, sein kann, wird bewusst, wenn sich Anna Weidenholzer, Michael Fehr, Anna Mitgutsch, Katja Lange-Müller und Peter Henisch in der ersten der beiden langen Lesenächte im Brunnensaal von Stift Göttweig (Freitag, 7.4.) eindringlich mit dem Thema beschäftigen.

Die Reihe Transflair am Samstagvormittag lässt mit dem Mathematiker Rudolf Taschner zwar gewiss keine „glücklichen Heilsversprechen“ walten, sehr wohl aber kluge Angebote, während sein Lese- und Gesprächspartner John Wray auf Gurken, Visionäre und Geheimnisse baut. Nach der Samstagwanderung in den Steiner Weinrieden des Weinguts Salomon beweist Rolf Hermann, wie glücklich hintergründiger Witz machen kann.

Wie schnell Glück in Unglück kippen kann und wie berührend und mitreißend dieser Vorgang sein kann, zeigen Samstagabend (8.4.) Sabine Gruber, Jonas Lüscher und Michael Krüger. John Wray setzt thematisch auf nichts Geringeres als die Entdeckung des Geheimnisses der Zeit und Reinhard P. Gruber, dessen Hödlmoser als „Klassiker der steirischen Nationalliteratur“ gehandelt wird, bildet den literarischen Abschluss der langen Lesenacht am Samstag.

Garantierte Glücksgefühle stehen bei der Sektmatinée am Sonntag mit einer Hommage an Grünmandl und Jandl an (mit Antonio Fian und Christoph Mauz) – ebenso bei den Musikensembles dieses Festivals: es spielen Alma, Tsatsiki-Connection und klezmer reloaded.

Da auch das Lesen/Hören von Gedichten Glück bedeuten kann, kann sich das Publikum sowohl auf die internationalen Versopolis-AutorInnen Rolf Hermann (Schweiz), Stanka Hrastelj (Slowenien), Kayo Chingonyi (Großbritannien), Indre Valantinaité (Litauen) und Valentina Colonna (Italien), Special Guest Fiston Mwanza Mujila, als auch auf die DichterInnen der Reihe stromern im poetischen – Anja Utler, Andrea Grill, John Burnside und Michael Krüger freuen.

Wein passt zur Literatur

Auf die hervorragenden Weine der Region – wie immer vom Ursin Haus Langenlois (www.ursinhaus.at) ausgewählt und kompetent betreut – darf selbstredend beim Überthema nicht vergessen werden.

Die Spitzenweine stammen von den Weingütern Bründlmayer, Ludwig Ehn, Schloss Gobelsburg, Weingut am Berg – Ludwig Gruber, Hirsch, Jurschitsch, Bruno Kirschbaum, Wein & Wohnen Kroneder, Loimer, Barbara Öhlzelt, Rabl und Topf. Für die sonntägliche Sektmatinée wird eine Auswahl an Winzersekt aus der Vinothek Ursin Haus angeboten.

Kartenbestellungen und weitere Informationen unter:
www.literaturundwein.at oder telefonisch unter 02732 / 72884!
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