Go For Climate
Klimaaktivistin und Bergdoktor pflanzen Bäume in Söll

Schauspieler Hans Sigl und Camilla Kranzusch pflanzten 99 Bäume in Söll, um ein Zeichen gegen die Klimakrise zu setzen.
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24-jährige Klimaaktivistin geht fürs Klima von Berlin nach Marokko und macht für Baumpflanzaktion mit Bergdoktor Hans Sigl in Söll halt.

SÖLL (bfl). Camilla Kranzusch und Hans Sigl scheinen auf den ersten Blick nicht viel gemeinsam zu haben. Was die 24-jährige Klimaaktivistin und den Bergdoktordarsteller verbindet, ist ihr Einsatz für die Umwelt. Gemeinsam pflanzten sie am Donnerstag, den 17. Oktober in Söll symbolisch 99 Bäume. Das Ziel der Aktion: Mehr Aufmerksamkeit für globale Klimalösungen.
Die Reise von Camilla Kranzusch begann am 6. September in Berlin. Ab diesem Stichtag ist sie 99 Tage lang unter dem Motto "Go For Climate" unterwegs, um Einsatz gegen die Klimakrise aufzurufen. Es ist dies eine Aktion, die gemeinsam mit der weltweiten Initiative "Plant for the Planet" stattfindet. Kranzuschs geographisches Ziel liegt in Marokko – dort will sie ihre Reise über rund 6.500 Kilometer und acht Länder beim weltgrößten Solarkraftwerk in Quarzazate beenden. Die Distanz bestreitet sie zu Fuß, mit dem Zug und per Boot. Auf dem Weg dorthin besucht sie Unternehmen und Regionen, die einen freiwilligen Beitrag zum Klimaschutz leisten – so auch der TVB Wilder Kaiser. Im Rahmen dieser setzte Kranzusch gemeinsam mit dem "Bergdoktor" Hans Sigl nun in Söll ein Zeichen für den Klimaschutz, indem sie 99 Bäume – einer für jeden Tag von Kranzuschs Reise – symbolisch pflanzten. Sigl selbst ist der einzige erwachsene Botschafter von "Plant for the Planet", dies aus Überzeugung. 

Globaler Ausblick

"Bei 'Go For Climate' geht es nicht darum, auf die Klimakrise aufmerksam zu machen. Wir haben die Aufmerksamkeit dort bereits schon. Bei uns geht's darum, dass wir versuchen die Diskussion umzulenken – von 'Problem' auf 'Lösung'", sagt Kranzusch.
Damit hat sie sich zum Ziel gemacht, auf globale Lösungen der Klimakrise aufmerksam zu machen. Einerseits um den Menschen Hoffnung zu machen, andererseits aber auch, um Maßnahmen zu fordern. Die Fragen, die sie aufwirft: Was können wir tun und was sind die aktuellen Lösungen hinsichtlich der Klimakrise? Wichtig sei es auch, Verständnis dafür zu schaffen, wie wichtig es ist, das Problem global anzusehen.
Der Ausblick, den die 24-Jährige dabei wählt, ist ein globaler. Als Beispiel nennt Kranzusch auch Afrika. Dem Kontinent steht Schätzungen zufolge ein Vervierfachung der Bevölkerung bis 2100 bevor. Würde sich Afrika auf dem Weg zum Wohlstand in Zukunft auf die selben Pfade wie Europa bewegen, habe man hinsichtlich des CO2-Ausstoßes ein unglaubliches Problem, sagt die Klimaaktivistin. "Dort entscheidet sich unglaublich viel, wie es mit unserer Zukunft weitergeht", so Kranzusch. Es ginge konkret also darum, Wohlstand und CO2 zu entkoppeln.

Mit Bäumen aus der Klimakrise

Eine der konkreten Lösungen die Kranzusch und "Plant for the Planet" forcieren, ist das Pflanzen von Bäumen. Sie sind überzeugt, dass der Weg aus der Klimakrise "in den Wald" führe. Steigt die globale Durschnittstemperatur um mehr als zwei Grad, werden Kipppunkte im Klimasystem überschritten. Deswegen ist es ihr Ziel, die Erderwärmung auf unter zwei Grad zu begrenzen. Schaffen will man dies mit dem Pflanzen von 1.000 Milliarden neuen Bäumen, die CO2 speichern. Dies nicht unbedingt in Europa, sondern in Afrika oder Südostasien, wo Bäume kostengünstiger gepflanzt werden können, gleichzeitig vier- bis fünfmal schneller wachsen und mehr CO2 aufnehmen können.
"Wenn Deutschland, Österreich und Frankreich zusammen Bäume pflanzen, können wir gemeinsam 25 Prozent des weltweiten CO2-Ausstoßes einsparen", sagt Frithjof Finkbeiner von "Plant for the Planet". Das Zeitfenster, dass man im Wettlauf mit der Klimakrise dafür habe – bevor das Klima kippt – liegt bei rund zehn Jahren.

Mehr dazu finden Sie auf: www.plant-for-the-planet.org/.
Mehr zum Thema Klima finden Sie hier.

Autor:

Barbara Fluckinger aus Kufstein

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