Showdown
Prozess zwischen TVB-Alpbach-Touristikern und Neos endet in Vergleich

NEOS-Klubobmann Oberhofer: „Trotz Vergleich sehe ich mich moralisch als Sieger.“
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  • Foto: Neos
  • hochgeladen von Barbara Fluckinger

Nach Vergleich im Prozess zwischen Neos Klubobmann Dominik Oberhofer und TVB-Funktionären sieht sich Oberhofer "moralisch als Sieger.“

ALPBACH, INNSBRUCK (red). Am 25. September kam es beim Tesla-Zivilprozess vor Gericht zu einem Vergleich zwischen dem ehemaligen TVB-Aufsichtsratschef Frank Kostner, Ex-TVB-Obmann Johannes Duftner sowie dem aktuellen Geschäftsführer Markus Kofle­r gegen Neos-Klubobmann Dominik Oberhofer. 
Der Tiroler Neos-Chef zeigte sich trotzdem dankbar über die daraus resultierenden Erfahrungen: „Nur so hatten wir NEOS erstmalig Akteneinsicht in einen Tourismusverband, dessen Organisation und Abläufe. Es wurde öffentlich ersichtlich, wie die Kontrolle durch das Land bei den TVBs versagt“, so Oberhofer. Dies, so Oberhofer, sei ein erster Schritt in die richtige Richtung: „Für mehr Transparenz und Kontrolle." Dafür würden die Neos auch im Landtag weiterkämpfen und aus dem Gerichtsverfahren mit konkreten Ideen für eine Erneuerung des Tourismusgesetzes herausgehen. Es sei für den pinken Landeschef eine Verpflichtung als Oppositionspolitiker, diese Missstände aufzuzeigen und zu benennen

Zur Geschichte

Nachdem es rund um die Anschaffung und Privatnutzung eines Elektroautos im Wert von 118.000 Euro im Jahr 2018 viele Fragen gab, gipfelte der Vorfall zuletzt in einer gerichtlichen Auseinandersetzung. Die TVB-Funktionäre hatten Oberhofer nach öffentlichen Aussagen auf Unterlassung und Widerruf geklagt. Auf strafrechtlichem Wege war dies nicht möglich, nachdem sich der Landtag für die Immunität Oberhofers ausgesprochen hatte.
Nach einem, vom Gericht beauftragten Gutachten habe sich laut Oberhofer nun herausgestellt, dass Geschäftsführer Kostner bei einem Brutto-Gehalt von 14 mal 6.737,97 Euro im Jahr auch noch ein Dienstfahrzeug, das er privat nutzen darf, vom TVB gestellt bekommt. Dieses verursache monatliche Kosten von 1.592,66 Euro, sagt Dominik Oberhofer. „Kostner kann also weiterhin auf Kosten der Verbandsmitglieder mit dem Tesla von seinem Büro in Alpbach zu seinem Gastrobetrieb am Achensee pendeln, den er laut Vertrag nebenberuflich betreiben darf“, so Oberhofer. Der Prozess habe übrigens gezeigt, dass es kein strafbares Verhalten gab. Oberhofer dazu abschließend: „Strafbares Verhalten vorzuwerfen war ohnehin nie meine Intention – mir ging es immer darum, dass es moralisch äußerst fragwürdig ist, wie beim TVB Alpbachtal mit öffentlichen Geldern umgegangen wurde. Und zu dieser Aussage stehe ich nach wie vor.“ 

62 Unternehmen im "Alpbachtal-Seenland" mit Anwalt gegen TVB-"Tesla"
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