Tourismus
"Attraktive" Arbeitgeber in der Region Wilder Kaiser unterzeichnen Charta

Die anwesenden Vertreter der teilnehmenden Betriebe unterschrieben gemeinsam mit TVB-Obmann Johannes Adelsberger (5. v.l.), TVB-GF Lukas Krösslhuber (6. v.l.) und Projektleiterin Katie Tropper (8. v.l.) in Going die Charta.
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  • Die anwesenden Vertreter der teilnehmenden Betriebe unterschrieben gemeinsam mit TVB-Obmann Johannes Adelsberger (5. v.l.), TVB-GF Lukas Krösslhuber (6. v.l.) und Projektleiterin Katie Tropper (8. v.l.) in Going die Charta.
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15 engagierte Tourismusbetriebe in der Region Wilder Kaiser unterschreiben eine Charta für attraktivere Bedingungen für Arbeitnehmer.

GOING/BEZIRK (bfl). Mitarbeiter auf gleicher Augenhöhe treffen und Tourismusberufe wieder attraktiver machen – dies hat sich der "Club der attraktivsten Arbeitgeber" in der Region Wilder Kaiser zum Ziel gesetzt. Es handelt sich dabei um ein "Employer Branding Projekt" des Tourismusverbandes (TVB) Wilder Kaiser. Im Sommer 2018 waren bereits elf Betriebe dem Club beigetreten. Ein erster Schritt war die Einführung eines besonderen Mitarbeiterprogramms, bei dem Mitarbeiter gratis Leistungen und Freizeitangebote in der Region nutzen können. Nun hat der Club seine Werte in einer Charta festgehalten. Einige Vertreter der mittlerweile 15 Betriebe, die Teil des "Clubs der attraktivsten Arbeitgeber" sind, haben diese nun am Donnerstag, den 6. Dezember beim Stanglwirt in Going unterschrieben.

Mitarbeiterprogramm seit dem Sommer

Das Projekt startete bereits im Sommer mit einem Mitarbeiterprogramm mit über 32 kostenlosen Leistungen – dies in den vier Orten der Region: Going, Söll, Scheffau und Ellmau. "Wir wollen den Mitarbeitern einfach Leistungen bieten, die man sonst nur schwierig erhält", sagt Projektleiterin Katie Tropper. Das Angebot reichte vom kostenlosen Golf-Schnupperkurs bis hin zu Kletterkursen. Zudem erhielten die Mitarbeiter eine Staff Card mit der sie verschiedenste Leistungen vergünstigt bekamen, wie beispielsweise Bergbahntickets. Vor allem die Yoga-Stunden und die Deutschkurse seien bei den Mitarbeitern bereits im Sommer sehr gut angenommen worden, so Tropper.
Die Organisationskosten belaufen sich auf 25.000 Euro pro Jahr, hinzu kommen noch laufende Projektkosten. Ursprünglich hatte der TVB Wilder Kaiser zur Finanzierung des Projektes einen Antrag für einer Leader-Förderung gestellt. Diesen hat man mit Anfang Dezember jedoch zurückgezogen. Dies, da sich der Förderantrag zu sehr in die Länge gezogen hat, so Tropper. Finanziert wird das Projekt nun gänzlich vom TVB Wilder Kaiser.

Gutes Umfeld dank Charta

Nun will man mit der Charta etwas "Handfestes" hinter das Projekt stellen und wichtige Punkte verschriftlichen. Gemeinsam wollen die Arbeitgeber somit neue Maßstäbe für die Qualität von Arbeitsplätzen in Hotellerie und Gastronomie setzen. "Wir sagen, wir Unternehmer arbeiten an uns selber und bieten den Mitarbeitern einfach ein gutes Umfeld", sagt Tropper. In acht Punkten setzt die Charta Maßstäbe, zu denen sich die Arbeitgeber bekennen. Neben einer Unternehmensphilosophie, die auf Fairness und Verantwortungsbewusstsein beruht, versprechen die Betriebe unter anderem einen partnerschaftlichen Führungsstil, offene Kommunikation, Chancengleichheit und Möglichkeiten zur persönlichen Entwicklung. Auch die Aufteilung der Arbeitszeiten soll fair sein und vereinbarte Urlaubs- sowie Dienstpläne eingehalten werden.
"Es geht darum, dem Arbeitnehmer den richtigen Arbeitsplatz zur Verfügung zu stellen. Ich traue mir zu sagen, dass der Arbeitnehmer nur in zweiter Linie dafür verantwortlich ist, ob er geht oder nicht geht", sagt TVB-Obmann Johannes Adelsberger.
"Die Charta stellt einen Auszug des gemeinsam Wertepapiers für die Mitgliedschaft beim 'Club der attraktivsten Arbeitgeber' dar. Mitmachen kann jeder touristische Betrieb wenn er die Kriterien erfüllt", sagt Tropper.
Am 7. Jänner 2019 startet das nächste Winter-Mitarbeiterprogramm. Hier wird erstmals das gesamte Gästeprogramm für alle touristischen Mitarbeiter in der Region geöffnet und kostenlos angeboten. Eine Ausdehnung des Programmes auf andere Regionen sei derzeit nicht angedacht, eine Abstimmung könne man jedoch diskutieren, sagt der TVB-Geschäftsführer Lukas Krösslhuber.

Autor:

Barbara Fluckinger aus Kufstein

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