04.12.2017, 12:33 Uhr

Hauser (FSG) über AUVA-Reha: „Der Raubbau beginnt!“ 

Christian Hauser, Vorsitzender der FSG in Tirol, warnt vor "Ausverkauf" und kündigt Gegenmaßnahmen an. (Foto: Morgenrot)

Sozialdemokratische Gewerkschaft fordert: "REHA-Zentren wie Bad Häring vor Privatisierungen schützen!"

BEZIRK (red). Wie aus den Koalitionsverhandlungen durchgesickert sei, beabsichtige die künftige Regierung eine Senkung des AUVA-Beitrags von 1,3 Prozent auf 0,8 Prozent monatlich. „Damit würde man die eigenen Einrichtungen der AUVA, die sieben Unfallkrankenhäuser und die vier Rehabilitationszentren massiv schwächen, die derzeitige Unfallheilung auf Spitzenniveau wäre Geschichte. Auch das REHA-Zentrum in Bad Häring wäre davon betroffen!“, warnt Christian Hauser, Tirols Vorsitzender der FSG (Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen). Er fürchtet einen massiven Rückschritt in der Gesundheitsbetreuung und in weiterer Folge den Verkauf und die Privatisierung wertvoller Einrichtungen wie beispielsweise des Reha-Zentrums in Bad Häring. „Was nach außen hin als Beitragssenkung verkauft wird, könnte den einzelnen Patienten dann teuer zu stehen kommen“, fürchtet Hauser.

"Herr Kurz verteilt jetzt Geschenke an Industrie" 

„ÖVP und FPÖ beabsichtigen mit dieser Senkung des Dienstgeberbeitrags, dem Marktführer AUVA die finanzielle Basis zu entziehen. 90 Jahre Kompetenz bei der Unfallheilbehandlung und Unfallrehabilitation scheint Schwarz-Blau nicht wert zu sein! Die Vertreter der Industrie bekommen jetzt ihre Geschenke von Herrn Kurz. Es zahlt sich eben aus, eine Partei im Wahlkampf finanziell zu unterstützen. Die Zeche zahlen allerdings die ArbeitnehmerInnen!“, so Hauser. Er vermutet hinter dem Schritt die Interessen der Industriellenvereinigung, die die UV-Beiträge seit langem senken will.
Hauser kündigt an, als Arbeitnehmervertreter diesem Vorhaben nicht tatenlos zuzusehen: „Wir sind weltweit spitze im Bereich der Unfallheilbehandlung und Unfallrehabilitation, wir integrieren ehemalige Schwerstverletzte optimal in den Arbeitsmarkt. Das kommt sowohl den verunfallten Personen als auch der gesamten Wirtschaft zugute! Wenn unsere qualitativ hohe Einzelstellung in Gefahr ist, werden wir uns wehren!“
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