05.04.2017, 07:57 Uhr

Spitalschef-Entlassung: Polizeieinsatz und Anzeige

KRAGES-Geschäftsführer René Schnedl wurde vorzeitig abberufen. (Foto: LMS)

Aufregung rund um die fristlose Entlassung von KRAGES-Geschäftsführer René Schnedl

EISENSTADT/GLOGGNITZ. Die vorzeitige Abberufung von René Schnedl als Geschäftsführer der burgenländischen Krankenanstalten sorgte in weiterer Folge für einige Aufregung.

Entlassung persönlich überbringen

Zwei Anwälte des Landes besuchten Schnedl daheim im niederösterreichischen Gloggnitz, um die Entlassung persönlich zu überbringen. Außerdem forderten sie die Herausgabe von Unterlagen und des Schlüssels für den Dienstwagen. Laut Online-Standard und ORF-Burgenland kam es daraufhin zur Eskalation.

Polizei gerufen

Der ebenfalls anwesende Leiter der KRAGES-Rechtsabteilung, Yalcin Duran, wies die Anwälte darauf hin, dass sie sie nicht ins Haus dürften und die Entlassung postalisch zuschicken sollen. „Weil sich die Leute nicht entfernten, habe ich Herrn Magister Schnedl vorgeschlagen, die Polizei zu rufen“, erzählte Duran dem ORF Burgenland.

Anzeige

Bevor die Beamten auftauchten, sind die Anwälte jedoch wieder abgezogen. Die Polizei nahm eine Anzeige wegen versuchten Hausfriedensbruch auf, so Duran gegenüber dem Standard.

Gab es Unzulänglichkeiten?

Über die Gründe der vorzeitigen Abberufung des Spitalschefs gibt es noch keine Angaben. Lediglich aus dem Büro von LHStv. Johann Tschürtz hieß es, dass es eine KRAGES-Prüfung gegeben habe und „dabei seien Unzulänglichkeiten zutage getreten.“

Online-Artikel „ORF Burgenland“
Online-Artikel „Der Standard“
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