18.10.2017, 09:31 Uhr

Atelierhaus Salzamt ist vorerst gerettet

Kulturstadträtin Doris Lang-Mayerhofer (Mitte), AEC-Geschäftsführer Gerfried Stocker, Kulturdirektor Dr. Julius Stieber sowie Salzamt-Leiter Mag. Holger Jagersberger und Atelierhaus-Künstlerin Julia Gutweniger (li.) vor ihren Radierungen in der aktuellen Salzamt-Ausstellung. (Foto: Stadt Linz)

Kooperationen mit Ars Electronica und Kunstuniversität wenden eine Schließung vorerst ab.

Die Proteste der Freien Kulturszene sowie intensive politische Verhandlungen haben Früchte getragen: Der Betrieb des Atelierhauses Salzamt ist für die nächsten drei Jahre gesichert. "Ein historischer Tag", so Kultur-Stadträtin Doris Lang-Mayrhofer (ÖVP) bei der Vorstellung des Rettungsplans.

Starke Kooperationen und weniger städtische Fördermittel

Das Gebäude an der Oberen Donaulände wurde im Zuge des Kulturhauptstadtjahres 2009 von der Stadt erworben und adaptiert. Aufgrund nötiger Haushaltseinsparungen wollte die Stadtregierung 2016 dem Salzamt den Geldhahn zudrehen. Nun wird der Zuschuss der Stadt auf 70.000 Euro reduziert. Neue Kooperationspartner und Einsparungen bei Personal und Sachausgaben sollen den Betrieb absichern. Das Ars Electronica Center, die Kunst-#+uni und das Land Oberösterreich unterstützen das Salzamt ab 2018. Sie finanzieren Wohnungen, die ausgewählten Künstlern zur Verfügung gestellt werden. Der Förderverein des Hauses lukriert zusätzlich Geld für den Betrieb.


Internationaler Künstleraustausch

Das Salzamt soll seiner Hauptaufgabe, dem Austausch von lokaler und internationaler Kunstszene, noch stärker gerecht werden. Neben ausländischen Gästen leben und arbeiten neun regionale Künstler im Salzamt. Wenn 2018 Gäste des Ars Electronica Festivals einziehen, soll auch das künstlerische Netzwerk des Hauses profitieren. Zusätzlich wird das Programm adaptiert. Dazu werden Künstler und Publikum nach Empfehlungen gefragt, sagt Salzamt-Leiter Holger #+Jagersberger. Erste Ergebnisse sollen ab Sommer in den Ausstellungsbetrieb einfließen.
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