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Ein "Substanzgewinn" für die Stadt Landeck

Stadtchef Wolfgang Jörg (li.) und sein Vize Thomas Hittler ziehen eine zufriedene Halbzeit-Bilanz.
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LANDECK (otko). Im Bezirksblätter-Interview blicken Stadtchef Wolfgang Jörg und der 1. Vizebürgermeister Thomas Hittler auf die letzten drei Jahre zurück und geben einen Ausblick bis 2022.

Bei den Gemeinderatswahlen vor drei Jahren holte die Landecker ÖVP mit zwölf Mandaten einen unerwarteten Erdrutschsieg. Bei der Bürgermeisterwahl setzte sich Amtsinhaber Wolfgang Jörg mit 78,8 Prozent klar durch.

Welche Projekte wurden in der ersten Halbzeit der laufenden Gemeinderatsperiode umgesetzt?
WOLFGANG JÖRG: Der Umbau der Volksschule Angedair für 7,7 Mio. Euro ist ein gelungenes Projekt. Die Leute kommen von überall her und schauen das Schulgebäude an. Wichtig war vor allem, dass von Anfang alle Beteiligten eingebunden wurden und im Vorfeld viele Themen besprochen wurden. Ein weiteres Großprojekte war die Kanalsanierung in Perjen. Dazu kamen auch noch Investitionen in die Wasserleitungen. Erfreulich ist auch, dass wir wieder ein Geschäft im Stadtteil Perjen haben. Zudem konnten wir auch die Grundsachen mit der Pfarre Perjen lösen. Unser Ziel muss nun sein den hinteren Pfarrgarten von den Zweidrittel-Gerichtsgemeinden zu erwerben.
THOMAS HITTLER: Eine große Geschichte für die Stadt war auch die Lösung der Seveso-III-Problematik. Auch bei den Venet Bergbahnen wurden die notwendigen strukturellen Änderungen gemacht. Stichwort: Politik raus aus dem Vorstand.

Die Einführung der flächendeckenden Parkraumbewirtschaftung vor einem Jahr hat für einigen Wirbel und Kritik gesorgt.
HITTLER: Unser Hauptziel war es Ordnung im ruhenden Verkehr zu schaffen. Es wird hier aber weitere Evaluierungen geben.
JÖRG: Es war eine spannende Geschichte. Nach anfänglicher Ungewissheit und Unverständnis sieht man doch schöne Erfolge. Private Flächen für das Parken wurden geöffnet und eine Tiefgarage gebaut.

Der über zehn Jahre leer stehende Raum über dem Alten Kino war immer wieder Anlass für politische Streitigkeiten.
JÖRG: Mit 1. Juni zieht hier die Arbeitsassistenz (arbas) Tirol ein. Der Vertrag wurde bereits unterschrieben. Der komplette Innenausbau läuft über die Immo KG.
HITTLER: Auch die jahrelange Diskussion über die Bibliothek wurde gelöst und wir haben einen super Standort. Nach der Sanierung haben wir nun eine aktuelle und schöne Stadtbücherei.

In den letzten Jahren wurde eine aktive Bodenpolitik betrieben und strategisch wichtige Grundstücke gekauft.
JÖRG: Die Grundkäufe der Stadtgemeinde wie zum Beispiel die 10.000 Quadratmeter am Pendlerparkplatz und der PSG (Anmerk. Projekt- und Strukturentwicklungsgenossenschaft) sind eine gute Sache. Gerade mit der PSG zeigen wir nach außen, dass der Wirtschaftsstandort Landeck-Zams eins ist und zusammenwachsen soll. Hierfür braucht es Koordination und Kooperation.
HITTLER: In Summe haben wir einen deutlichen Substanzgewinn für die Stadt Landeck gemacht. Schmerzlich ist aber, dass die Firma Kofler nach Zams übersiedelt. Derzeit laufen die Gespräche für die Entwicklung des Kofler-Areals, was sicherlich einer der Schwerpunkte für die restliche Periode ist. Zusammen mit dem Grund der Stadtgemeinde am Pendlerparkplatz gibt es hier ein großes Potential zur Weiterentwicklung von Landeck.

Beim Thema Verkehr stehen mit dem Radwegausbau und der Schlossgalerie auf der L76 große Brocken an.

JÖRG: Natürlich wird der Galeriebau auf der Landecker Straße eine spannende und intensive Zeit. Für die Sicherheit ist dies unumgänglich. Wir müssen aber die Nebensituationen wie Stau und andere Punkte, die Auswirkungen auf die Wirtschaft haben, noch abklären. Dazu laufen Gespräche mit dem Land.
HITTLER: In Sachen Radweg laufen die Detailplanungen und der Plaungunsgauftrag wurde bereits vergeben. Der Abschnitt Malser Straße-Bahnhof ist in Planung und mit dem Land abgesprochen. Relativ schwierig aufgrund der Platzsituation wird der Abschnitt Bahnhof-Zams, den wir gemeinsam mit der Gemeinde Zams planen.

Auch das Altersheim Landeck soll ausgebaut werden.

JÖRG: Hier wurde bereits ein Auftrag für vertiefende Untersuchungen für einen Um- oder Zubau vergeben. Auch die Parksituation muss geklärt werden. Sobald es hier nähere Ergebnisse gibt, müssen mit Einbindung der entsprechenden Gremien die raumplanerischen  und technischen Dinge und die Finanzierbarkeit geprüft werden. Dazu braucht es auch noch Gespräche mit dem Land. Jedenfalls muss solch ein Projekt gut durchdacht sein.

Welche Herausforderungen stehen für die kommenden Jahre an?

JÖRG: Die Aufgaben gehen uns nicht aus und viele Kosten werden auf die Gemeinden abgewälzt. Wir müssen uns aber finanziell nach der Decke strecken und Gewichtungen setzen. Wo Arbeitsplätze sind, entwickelt sich Wohlstand. Das Verhältnis Arbeit und Wohnen muss passen.

Das Interview führte Othmar Kolp

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