20 Jahre Partnerschaft
Ischgl und Schengen feiern Jubiläum ihrer Gemeindepartnerschaft
- In Ischgl wurde die 20-jährige Partnerschaft zwischen Ischgl und Schengen gebührend gefeiert – rund 40 Gäste konnten aus der luxemburgischen Partnergemeinde begrüßt werden.
- Foto: Zangerl
- hochgeladen von Melinda Forgo
Was vor 20 Jahren als Idee in Briefform begann, ist heute gelebte Partnerschaft: Die Paznauner Gemeinde Ischgl und der luxemburgische Ort Schengen pflegen seit zwei Jahrzehnten enge freundschaftliche Bande.
ISCHGL/SCHENGEN. Zum 10 jährigen Jubiläum erhielten die Ischgler einen eigenen „Partnerschaftsweinberg“ – dort wird seither ein eigener „Ischgl Wein“ kultiviert. Nun, zum 20 jährigen Bestehen, reiste eine 40 köpfige Delegation samt luxemburgischem Innenminister nach Ischgl, um dieses besondere Jubiläum gemeinsam zu feiern.
Eine beeindruckende Reihe an Ehrengästen durfte Ischgls Bürgermeister Werner Kurz am 27. August begrüßen – bei einer Feier, die ganz im Zeichen der 20 jährigen Gemeindepartnerschaft zwischen Ischgl und Schengen stand. An der Spitze der Delegation: Luxemburgs Innenminister Léon Gloden sowie Schengens Bürgermeister Michel Gloden mit seinem Vize Jean Paul Muller. Weiters waren Ischgls Vizebürgermeister Daniel Winkler, die Tiroler Landtagsabgeordnete Beate Scheiber, zahlreiche Gemeinderäte und -vorstände beider Partnergemeinden, Ehrenringträger sowie Vertreter verschiedener Institutionen (TVB, SSAG) und viele weitere Gäste anwesend. Dass es zur Gemeindepartnerschaft kam, ist zwei Männern zu verdanken: den Altbürgermeistern Erwin Cimarolli (Ischgl) und Roger Weber (Schengen). Cimarolli war es, der die Idee einer Partnerschaft mit Schengen ins Spiel brachte – nicht zuletzt, weil bereits damals viele luxemburgische Gäste in Ischgl urlaubten. Die Antwort seines Schengener Kollegen folgte prompt, und 2006 wurde die Gemeindepartnerschaft offiziell besiegelt.
„Zeigen, dass es keine Grenzen gibt“
In seiner Ansprache betonte Ischgls Bürgermeister Werner Kurz: „20 Jahre Gemeindepartnerschaft stehen für 20 Jahre Begegnungen, gemeinsame Erlebnisse, herzliche Gastfreundschaft und Freundschaft.“ Gerade in Zeiten zunehmender Unpersönlichkeit sei es wichtig, das Verbindende in den Mittelpunkt zu stellen. „Unsere Partnerschaft zeigt, dass es auf der Landkarte keine Grenzen gibt“, so Kurz, der seine Worte mit einem herzlichen „Schön, dass wir Freunde sind“ abschloss. Auch Schengens Bürgermeister Michel Gloden knüpfte daran an: „Gerade in Zeiten wie diesen möchten wir Menschen zusammenbringen.“ Er erinnerte daran, dass sowohl die Ischgler als auch die Schengener „gesellige Menschen“ seien und viele Schengener traditionell im Dezember in Ischgl zu Gast sind. Zudem berichtete er von einer restaurierten Gondel aus Ischgl, die nun gemeinsam mit einer Partnerschaftstafel in Schengen einen zentralen Platz schmückt. „Diesen Platz weihen wir in einigen Wochen ein – es wäre schön, Gäste unserer Partnergemeinde begrüßen zu dürfen“, sagte Gloden, der sich ebenfalls stolz auf „20 Jahre Partnerschaft und Freundschaft“ zeigte.
„Schengen ist die Lösung“
Die Tiroler Landtagsabgeordnete Beate Scheiber erinnerte in ihrer Ansprache daran, wofür Schengen internationale Bekanntheit erlangte: Hier wurde bekannter Weise das „Schengener Abkommen“ unterzeichnet – seither gilt der Ort als Symbol für ein offenes Europa. Sie begrüßte die gelebte Partnerschaft zwischen den Gemeinden: „Solche Feierlichkeiten zeigen, dass man sich hier nicht nur am Papier begegnet.“
Auch Luxemburgs Innenminister Léon Gloden knüpfte daran an und betonte, erstmals in der „Weltstadt Ischgl“ zu sein. „Partnerschaften zwischen Orten sind wichtig“, sagte er und: „Was uns verbindet, ist die Liebe zu Europa, die Freundschaft und der Drang, über Grenzen hinweg etwas zu erreichen.“ Mit Blick auf Schengen, das wie kein anderer Ort für ein grenzenloses Europa steht, ergänzte er: „Alle, die an Europa zweifeln, sollen nach Ischgl oder Schengen kommen – Schengen ist nicht das Problem, Schengen ist die Lösung.“ Die Feier in Ischgl stand in kulinarischen Belangen ganz im Zeichen der Regionalität: An den Ständen wurden Spezialitäten vom Maashof und von Martin Sieberer angeboten, dazu der „Ischgl-Wein“ aus Schengen sowie selbst gebrautes Bier aus dem Paznaun – vertreten war nämlich auch Simon Parth mit seinem „Silvretta Bräu“. Für den musikalischen Rahmen sorgte die Holzk(n)opfmusi, während zahlreiche Fahnenabordnungen der Ischgler Vereine den Festakt traditionsreich und feierlich umrahmten.
Das könnte dich auch interessieren:
Link einfügen
Video einbetten
Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.
Karte einbetten
Social-Media Link einfügen
Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.
Code einbetten
Beitrag oder Bildergalerie einbetten
Foto des Tages einbetten
Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten
Du möchtest selbst beitragen?
Melde dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.
Du möchtest kommentieren?
Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.