Neues Mitmach-Programm
Wiesenmonat Juni begeistert

Wissenswertes zur sinnvollen Bewirtschaftung der Wiesen und die richtige Mähtechnik werden beim Heumahd-Erlebnis vermittelt.
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  • Wissenswertes zur sinnvollen Bewirtschaftung der Wiesen und die richtige Mähtechnik werden beim Heumahd-Erlebnis vermittelt.
  • Foto: Tiroler Umweltanwaltschaft Angelika Warmuth
  • hochgeladen von Daniel Schwarz

RIED/PRUTZ/PFUNDS. Unter dem Titel JUNI.BLUAMA.ZEIT finden seit 1. und noch bis 30. Juni die 1. Wiesenwochen in der Ferienregion rund um Ried, Prutz und Pfunds statt. Die neue Veranstaltungsreihe kehrt bewusst und behutsam die regionalen Ressourcen als kostbares Naturerlebnis hervor.

Der TVB Tiroler Oberland hat in Zusammenarbeit mit dem Projekt Futourist der Tiroler Umweltanwaltschaft ein neues Mitmach-Programm mit dem Fokus auf Nachhaltigkeit und Umwelt entwickelt. Der Artenreichtum der alpinen Pflanzenwelt ist besonders im Frühsommer ein unübersehbares und bezauberndes Naturschauspiel. Im Tiroler Oberland sind selbst im Tal bunt blühende Wiesen zu bestaunen. Solch artenreiche Blumenwiesen sind heute eine seltene Kostbarkeit geworden. Was sich für das Auge schön ausnimmt hat eine weitreichende Wirkung für Mensch und Region. Auf die Nachhaltigkeit und Bedeutung der blühenden Wiesen im Tiroler Oberland wird seit Anfang Juni mit gezielten Impulsen aufmerksam gemacht. Der Wiesenmonat richtet sich an Gäste und Interessierte, die im Rahmen von geführten Wanderungen zum Thema Wiesen, an Führungen in Betrieben sowie an Workshops teilnehmen und Landwirte auf deren Höfe besuchen möchten. Die insgesamt 35 Veranstaltungen sind breitgefächert, darunter zu finden sind Gartenführungen „Wiese-Frucht-Edelbrand“, „Natur/Blumen-Fotografie Workshop“, „Wildkräuterwanderung“ Verkostungen, Kräuterworkshops und Kochkurse.

Tradition und Handwerk erfahren

Die traditionelle Bewirtschaftung spielt in der Region noch eine große Rolle und zum aktiven Programm des Wiesenmonats gehört das Heumahd-Erlebnis, das einmal wöchentlich auf einem Bauernhof stattfindet. Wissenswertes um die Technik des richtigen Mähens mit der Sense, das Hantieren mit dem Rechen sowie alles über den besten Zeitpunkt für das Mähen und Einbringen des Schnittgutes wird vermittelt. Die große Bedeutung der Landwirtschaft und die sinnvolle Bewirtschaftung von Wissen steht als Botschaft im Vordergrund.

Fauna und Flora kennenlernen

Die naturbelassenen satten Berg- und Talwiesen sind Grundlage für den Fortbestand von Insektenarten. Der Erhalt der Wiesen gewinnt zunehmend an Bedeutung, weil es kaum noch so artenreiche Wiesen gibt. Eine Vielzahl an Insekten, darunter Wildbienen und Schmetterlinge, ernähren sich vom süßen Nektar der Blütenpfanzen und finden in den Wiesen neben Nahrung auch Unterschlupf und Nistmöglichkeiten. So haben die Wiesen nicht nur für die Honigbienen eine besondere Bedeutung, sondern auch für den Fortbestand vieler anderer bestäubender Insekten.

Die hohe Kunst der regionalen Schnapsbrenner darf eingehend entdeckt werden. Marillenbauer und Schnapsbrenner Gerhard Maass in Prutz und Schnapsbrenner Peter Gspan in Prutz laden zu Führungen ein.

Kultur und Landschaft begreifen

Ein besonders naturnahes Erlebnis verspricht die Wanderung mit Wanderschäfer Thomas Schranz. Er lässt sich über die Schulter blicken und bei seinen Aufgaben rund um den fürsorglichen Erhalt der Kulturlandschaft begleiten. Ziel der Wanderung sind die Wiesen oberhalb von Ried und die grasende Schafherde, die dort weidet.

Natur entdecken und erwandern

Auch in der Fülle der eindrucksvollen Naturimpressionen gilt es Details zu entdecken und den Blick für das Wesentliche zu schärfen. Naturpädagogin Gisela führt die Gäste auf den Wanderungen zum Thema „Wiese und Kräuter“ an allerlei wirkungsvolle und schmackhafte Kräutlein heran. Die selbstgemachte Kräuterjause gehört zur Erkundungstour dazu. Für Durchblicke und Ausblicke ist in der Natur vielerorts gesorgt. Mit den hilfreichen Tipps eines Fotografen lassen sich einmal pro Woche die besten Plätze und Motive ausfindig machen und als Sommererinnerung mit der Kamera festhalten.

Feinste Produkte erzeugen

Feinste Rezepte aus der Natur werden im wöchentlichen Kochkurs bei Familie Mairhofer gemeinsam umgesetzt. Weitere Grundlagen im Verwerten von natürlichen Schätzen bieten die wöchentlichen Workshops mit Kräuterpädagogin Petra. Sie lehrt die Herstellung von Teemischungen, Kräutersalz und Ringelblumenbalsam.

Wiesenfest – Zeit zum Feiern und Erkunden

Als besonderes Highlight des Wiesenmonats findet am 23. Juni von 10.00 bis 17.00 Uhr das große Wiesenfest am Hof Aster in Untertösens statt. Heimische Produzenten bieten an Ständen ihre Produkte an, Informationen zur Insekten- und Pflanzenbestimmung können eingeholt werden. Kräuterworkshops, ein botanisches Kinderprogramm, Ponyreiten und eine Umweltwerkstatt sowie Schaubetrieb und Führung durch die Mühle stehen den Besuchern bei freiem Eintritt offen. Interessierte können sich zudem beim Sensenmähen beweisen. Mit Musik der Gruppe „Venet Wind“ ist für Unterhaltung gesorgt. Das kulinarische Highlight ist an diesem Tag der „Wiesenburger“ mit allen Produkten der Region. Der Umweltgedanke wird beim Wiesenfest großgeschrieben, es wird fast gänzlich auf Plastik verzichtet.

Das Programm des Wiesenmonats bereichert das Angebot der Nebensaison und bringt neue Impulse in die Veranstaltungsvielfalt der Region. Die entschleunigte Begegnung mit Natur und das Eintauchen in Ursprünglichkeit hat sich als ansprechende Option zur sinnvollen Freizeitgestaltung erwiesen. Laut Toni Monz, Vorstand TVB Tiroler Oberland, soll die Juni.Bluama.Zeit in den nächsten Jahren immer im Juni angeboten werden.

FUTOURIST

Innovative Visionen, die sich nachhaltig und behutsam mit Natur, Kultur vereinbaren lassen sind im Tourismus besonders gefragt. Futourist ist ein Projekt der Tiroler Umweltanwaltschaft und um die Entwicklung und Förderung eines landschafts- und naturverträglichen Werbeangebotes in drei Gebieten in Österreich und vier Gebieten in Italien bemüht. Gemeinsam mit Gemeinden, TVB´s und der Bevölkerung werden Ideen ausgearbeitet, die grenzüberschreitenden Umwelt- Sozial- und Wirtschaftskriterien folgen und zugleich die Besonderheiten und Bedürfnisse einer Region betonen und berücksichtigen. Das Projekt Futourist wird durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und Interreg V-A Italien-Österreich 2014-2020 gefördert. Weitere Infos unter: www.tiroler-oberland.com

Autor:

Daniel Schwarz aus Landeck

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