„Grüne" Reaktion auf Artikel zu Piz Val Gronda & Venet

Wolfgang Egg: „Die Grünen wehren sich vehement gegen die Aufweichung des Tiroler Naturschutzes und dreisten Kuhhandel zu Lasten unserer bedrängten Natur".
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  • hochgeladen von Herbert Tiefenbacher

„Grüne" Reaktion auf den Artikel „Piz Val Gronda & Venet" - Interview mit Dr. Josef Siegele, Generalsekretär des Europäischen Ombudsman-Institutes (EOI - Vereinigung der Volksanwälte und Ombudsleute in West- und Osteuropa), Vizebürgermeister in Ried/Oberinntal und ehemaliger Gemeinderat in See - in den Bezirksblättern (Ausgabe Nr. 29-Mi.20.07.11 - Seite 17)

Originaltext:

Es war einmal … ein international in der Wissenschaft bekannter Blumenberg, der Palinkopf. Nach dem Seilbahn- und Pistenbau verwandelte er sich in einen fast vegetationslosen, öden, trostlosen Kalkschiefer-Schotterberg. Sein Nachbar heißt Piz Val Gronda, er ist ebenfalls reich an seltensten Pflanzen, die nur hier in Österreich wachsen, was an diesem seltenen Gestein liegt.

Crepis rhaetica (Mähnen-Pippau), Taraxacum pacheri (Pacher-Löwenzahn), Carex bicolor (Zweifärbige Segge), Poa glauca (Blaugrünes Rispengras), Primula integrifolia (Ganzrandige Primel) sind alle in Tirol vom Aussterben bedroht. Die Ischgler Bergbahnen wollen seit 20 Jahren auch diesen Berg erschließen und damit diese botanische Schatzkammer zerstören. 2010 wurden die Erschließungspläne vom Land Tirol abgelehnt.

Im Sommerloch 2011 fordert Dr. Josef Siegele den Ausbau des Piz Val Gronda, im Gegenzug solle die Silvretta Seilbahn AG den Venet retten. Einen Kuhhandel, der einer Bananenrepublik würdig ist, aber nicht dem Land Tirol, das in diesem Jahr sein Landlibell feiert und das Eduard Wallnöfer gerne die ältesten Festlandrepublik der Welt nannte.

Josef Siegele ist Jurist und muss wissen, dass das Tiroler Naturschutzgesetz den Seilbahn- und Pistenbau nicht zulässt, weil die botanisch wertvollsten Gebiete des Berges dabei unwiederbringlich zerstört würden. Und Gesetze sind dazu da, dass man sie einhält, schließlich sind theoretisch alle vor dem Gesetz gleich. Ein Bundesland, das seine Gesetze je nach Bedarf der Mächtigen verbiegt, verliert jegliche Daseinsberechtigung in der Republik Österreich.

Die Grünen wehren sich vehement gegen die Aufweichung des Tiroler Naturschutzes und dreisten Kuhhandel zu Lasten unserer bedrängten Natur. Das Problem der Venet-Seilbahn darf so nicht gelöst werden. Das Schicksal des Hausbergs der Landecker und Zammer wird im Herbst sehr ernst zu betrachten und entscheiden sein.

Für die Grünen Landecks

Wolfgang Egg

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