Landstraße
Autofreier Adventsamstag und Grüne-Kritik für Hauptstraße
- Die Umgestaltung der Landstraßer Hauptstraße sorgt für Kritik von den Grünen. (Visualisierung)
- Foto: ZOOMVP.AT/Mobilitätsagentur Wien
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Die Landstraßer Hauptstraße wurde in der letzten Bezirksvertretungssitzung zum Hauptthema. Grund dafür sind die Grünen, denn aus der Stellvertreterfraktion hagelt es Kritik an den Abläufen der Umgestaltung. Gleichzeitig schlägt man eine in Wien bereits bekannte Idee vor: In der Adventzeit soll die Hauptverkehrsader zur autofreien Einkaufsstraße werden.
WIEN/LANDSTRASSE. Es ist über ein halbes Jahr her, als Bezirksvorsteher Erich Hohenberger und Mobilitätsstadträtin Ulli Sima (beide SPÖ) ein erstes Konzept für die Umgestaltung der Landstraßer Hauptstraße präsentierten. Im März 2026 soll der Baustart für den ersten Abschnitt zwischen Juchgasse und Schlachthausgasse erfolgen.
In der vergangenen Bezirksvertretungssitzung wurde die Hauptstraße erneut zum Hauptthema, denn die Grünen und deren Bezirksvorsteher-Stellvertreterin Siegrid Widhalm brachten eine Anfrage zur Umgestaltung ein. Darin fragte man etwa nach, ob sich an den Plänen etwas geändert habe, womit man vermutlich auf das eingefrorene Bezirksbudget anspielt. Ebenfalls interessierte man sich für die Baustarts und die Information der Bevölkerung.
Vermisst im Budgetvoranschlag
Die Antwort von Bezirkschef Hohenberger lautet zusammengefasst, dass die Finanzierung gesichert sei und im Herbst mit den zuständigen Stellen Gespräche geführt werden. Danach könne man konkretere Pläne gemeinsam mit Stadträtin Sima präsentieren. Die Grünen ließen aber auch nach der Sitzung nicht locker und führten ihre Kritik weiter aus.
- In der Bezirksvertretungssitzung wurde die Hauptstraße zum Hauptthema. (Archiv)
- Foto: BV3
- hochgeladen von Luca Arztmann
Im Bezirksbudgetvoranschlag für 2026 würden sich nämlich keine Posten für die Landstraßer Hauptstraße finden, obwohl ohnehin nur der rund 700 Meter lange Abschnitt zwischen Juchgasse und Schlachthausgasse in Aussicht gestellt wurde für das kommende Jahr. "Damit bleibt offen, ob und wann die Landstraßer Hauptstraße tatsächlich zu einer attraktiveren, klimafreundlichen Einkaufsstraße umgebaut wird“, zeigt sich Widhalm besorgt.
Kostenaufteilung ist geklärt
In der Bezirksvorstehung herrscht indessen Unverständnis für die Kritik an fehlenden Budgetposten. Da die Gespräche zu den Projektkosten noch laufen würden, könne noch nichts im Voranschlag angeführt werden. Geeinigt hätte man sich mit der Stadt jedenfalls schon über die Aufteilung der Kosten, konkrete Zahlen würden bald folgen.
- Bezirksvorsteher-Stellvertreterin Siegrid Widhalm (Grüne) zeigt sich besorgt. (Archiv)
- Foto: Luca Arztmann/MeinBezirk
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Zum Vergleich: Bei der Umgestaltung von 700 Metern der Simmeringer Hauptstraße sprach Sima zuletzt davon, dass die Stadt zwischen 60 und 80 Prozent der Kosten übernehmen werde. Auch wenn die Budgeterstellung abgeschlossen ist, würde laut dem Büro der Bezirksvorstehung zunächst nur ein symbolischer Betrag von 100 Euro im Voranschlag auftauchen, da hier die Ausschreibung der Arbeiten abgewartet werden müsste.
Bald autofreier Adventsamstag?
So viel zur Umgestaltung, die schlussendlich etwa auf eine Verkehrsberuhigung der Hauptstraße abzielt. Bereits in wenigen Wochen – genauer gesagt in der Adventzeit – könnte es besonders still auf den Verkehrsflächen der Landstraßer Hauptstraße werden, denn ein Antrag der Grünen für einen autofreien Adventsamstag wurde gegen die Stimmen der FPÖ in der Bezirksvertretungssitzung angenommen.
- Zwischen Rochusmarkt und Wien Mitte könnte es autofreie Adventsamstage geben. (Archiv)
- Foto: Alois Fischer
- hochgeladen von Luca Arztmann
Auf dem Abschnitt zwischen Wien Mitte und Rochusmarkt erhoffen sich die Grünen so das Einkaufserlebnis und das Verweilen in der Adventzeit zu verbessern. Davon soll die "Lebensader" und deren Geschäfte profitieren. Einziges Problem: Bisher fehlt es noch an einem Veranstalter, denn dies kann nicht von der Bezirksvertretung übernommen werden. Den bräuchte es aber, um etwa die Verantwortung für ein Sicherheitskonzept oder die Sperrung der Straße zu beantragen.
Laut Widhalm würden in der kommenden Woche Gespräche anstehen, bei denen man erhofft, jemanden zu finden, der den autofreien Adventsamstag ausrichtet. Im Antrag stellt man beispielhaft den Samstag, 13. Dezember, in Aussicht. Feststeht, dass man mit dem Vorhaben gegen die Zeit spielt, denn ein solches Vorhaben innerhalb von rund zehn Wochen zu organisieren, könnte eng werden.
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