21.03.2017, 13:15 Uhr

600 Stellungnahmen zu Heumarkt-Plänen

Der nächste Schritt im Fall Heumarkt ist die Tagung des Gemeinderatsausschusses. (Foto: Isay Weinfeld und Sebastian Murr, Rendering: Nightnurse)

Äußerungen zu den umstrittenen Bauplänen waren bis 16. März möglich.

LANDSTRASSE. Im derzeit laufenden Flächenwidmungsverfahren für das Großprojekt Heumarkt sind im Wiener Rathaus rund 600 Stellungnahmen eingelangt. Das hat ein Sprecher von Planungsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne) am Montag berichtet.

Wie hoch der Anteil der ablehnenden Beurteilungen ist, ist jedoch noch nicht bekannt. Der nächste Schritt ist die Beschäftigung des zuständigen Gemeinderatsausschusses. Danach wird sich das Plenum mit dem Flächenwidmungs- und Bebauungsplan beschäftigen.

Bedrohtes Kulturdenkmal?

Einen konkreten Zeitplan dafür gibt es noch nicht, auch wenn die Projektbetreiber hoffen, dass dies noch vor dem Sommer erledigt wird. Parallel zu dem Verfahren läuft derzeit eine heftige Debatte um die drohende Aufnahme der City in die Rote Liste der bedrohten Kulturdenkmäler. Stein des Anstoßes ist der Bau eines Hochhauses neben dem Hotel Intercontinental.

An dem Areal, das auch den Wiener Eislaufverein umfasst, soll ein Turm 66 Meter in die Höhe wachsen. Die Unesco warnt vor dem Verlust des Weltkulturerbeprädikats, falls die Pläne wie angekündigt realisiert werden. Die verträgliche Bauhöhe wurde mit 43 Metern festgelegt. Sollte dieser Wert überschritten werden, könnte das Welterbekomitee im Juli in Krakau bereits eine Aufnahme auf die Rote Liste beschließen.
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