Trotz Schließung
Lavanttaler Personalvermittler strebt Sanierung an

Wegen Auftragsrückgang, steigender Kosten und alter Schulden rutschte das Unternehmen in die Insolvenz. (Symbolfoto) | Foto: stock.adobe.com/at/motorradcbr
  • Wegen Auftragsrückgang, steigender Kosten und alter Schulden rutschte das Unternehmen in die Insolvenz. (Symbolfoto)
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Der Alpenländische Kreditorenverband gibt bekannt, dass über das Vermögen der Seekwork Personalbereitstellungs GmbH in Liquidation in 9433 St. Andrä ein Insolvenzverfahren am Landesgericht Klagenfurt eröffnet wurde. Es soll sich um ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung handeln.

ST. ANDRÄ. Die Schuldnerin wurde laut AKV im April 2006 gegründet und betreibt seitdem das Gewerbe der Arbeitskräfteüberlassung, insbesondere in der Metallbranche. Der Unternehmenssitz befindet sich in St. Andrä im Lavanttal. Die Schuldnerin soll seit Dezember letzten Jahres keine Dienstnehmer mehr haben. "Laut Antrag ist bereits eine geordnete Unternehmensschließung erfolgt und dennoch strebt die Schuldnerin den Abschluss eines Sanierungsplans an. Die Mittelaufbringung für die Erfüllung des Sanierungsplanes soll aus der Verwertung/Einziehung von Unternehmensvermögen sowie Mitteln von dritter Seite erfolgen", heißt es.

Nachfrage hat nachgelassen

Die nunmehr eingetretene Insolvenz soll im Wesentlichen auf die in den letzten Jahren zunehmend angespannte wirtschaftliche Gesamtsituation und die damit verbundene nachlassende Nachfrage nach dem qualifizierten Personal der Schuldnerin zurückzuführen sein. "Insbesondere haben auch die deutlich gestiegenen Lohnnebenkosten sowie die allgemein schwierigen Marktbedingungen zu erheblichen Wettbewerbsnachteilen geführt", so der AKV.

Finanzielle Belastungen

In weiterer Folge soll es zu einem spürbaren Rückgang an Aufträgen und damit zu nachhaltigen Umsatzeinbußen gekommen sein. Den Informationen des AKV zufolge wirkten sich zusätzlich Altlasten, vor allem Zinsen und Säumniszuschläge, belastend auf die wirtschaftliche Situation des Unternehmens aus. Trotz Bemühungen, diese im Rahmen einer geordneten wirtschaftlichen Entwicklung abzubauen, habe keine nachhaltige Stabilisierung mehr erreicht werden können.

230.000 Euro Schulden

Der AKV: "Die Verbindlichkeiten belaufen sich auf rund 290.000 Euro. Aktiva sind in der Größenordnung von zirka 63.500 Euro vorhanden. Die Überschuldung errechnet sich daher mit rund 230.000 Euro. Von der Insolvenz sind rund elf Gläubiger betroffen."

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