Feuer in der Leopoldstadt
Großbrand der Nordbahnhalle war gelegt

Die Rauchsäule war wienweit zu sehen.
  • Die Rauchsäule war wienweit zu sehen.
  • Foto: Edler
  • hochgeladen von Mathias Kautzky

Brandstiftung steht als Ursache für die im Herbst abgebrannte Leopoldstädter Nordbahnhalle nun fest. Aber auch ein Missgeschick beim Drogenkonsum kommt infrage.

LEOPOLDSTADT. Unbekannte stiegen über ein Vordach und ein Fenster in die Nordbahnhalle ein, konsumierten dort Drogen und legten den Brand: So lautet das Ergebnis der Brandermittlergruppe des Landeskriminalamtes, wie deren Leiter Armin Ortner berichtet.

Wie die bz berichtete, stand die Nordbahnhalle am Sonntag, 10. November, in Flammen, die wienweit zu sehen waren. Insgesamt 100 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr und der Rettung waren vor Ort, Tote oder Verletzte gab es damals keine. Beim Eintreffen der Brandermittler standen damals zwar außer dem von den bisher Unbekannten geöffneten Fenster weitere Zugänge offen, allerdings wurden diese „von der Feuerwehr geöffnet“, so Brandermittler Ortner.

Eine Zeugin sah Jugendliche

Zwei männliche Jugendliche waren bei Ausbruch des Brandes über das eingeschlagene Fenster geflüchtet, berichtete eine Zeugin im vergangenen November. Dafür wurde eine Kiste als Aufstiegshilfe benutzt. Weil es in der Nordbahnhalle in der Vergangenheit immer wieder Vandalenakte gegeben hatte, hatten die ÖBB als Grundeigentümer mit Planken die Zugänge verschlossen.

Ausgebrochen war das Feuer laut dem Ermittlungsergebnis etwa in der Mitte der Halle neben einem Schwerlastregal. Dort fand man nicht nur Spuren, die für die Brandstiftung sprechen, sondern auch Hinweise auf Drogenmissbrauch. Damit könnte es sich auch um eine Ungeschicklichkeit beim Suchtgiftkonsum gehandelt haben.

Kein herkömmliches "Warmes Abtragen"

Nach dem Großbrand der Nordbahnhalle gab es Vermutungen auch von einer Bürgerinitiative, dass das Gebäude mittels "Warmer Abtragung" durch Brandlegung Platz für einen renditeträchtigen Neubau machen sollte. Allerdings: „Für die Spekulationstheorien hat sich nicht das geringste Indiz gefunden“, sagte Armin Ortner.

In Wien gibt es jedes Jahr etwa 20 bis 30 Todesopfer durch Brände. „Die Klassiker bei den Ursachen dafür sind Alkohol plus Zigaretten, oder Alkohol plus Kochen“, so Ortner. 2019 war für die Brandermittler ein arbeitsreiches Jahr: Dafür sorgten zwei Großbrände im Donauzentrum und in Simmering, wo das Dachgeschoß eines Wohnhauses in Flammen stand.

Autor:

Mathias Kautzky aus Hietzing

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