08.10.2014, 00:00 Uhr

Ein Leben für die Musik

Der Komponist Fred Wottitz ist unter seinem Künstlernamen Fred Weston bekannt.

Porträt des Leopoldstädter Musikers und Texters Fred Wottitz

LEOPOLDSTADT. Man kennt Fred Wottitz besser unter seinem Künstlernamen: Fred Weston. Der gebürtige und "schwer überzeugte" Leopoldstädter ist Komponist, Texter und Interpret hochwertiger Chansons, die an die Qualität eines Udo Jürgens heranreichen – "…mit guten Texten und Musik", wie Wottitz selbst sagt.

Die Musikerfamilie Wottitz

Fred Wottitz wurde im September 1946 in eine hochmusikalische Familie hineingeboren. "Ich habe die Musik schon mit der Muttermilch aufgenommen", lacht Wottitz. Vater Artur spielte Gitarre, war Texter und Musiker und so manchem Musikfreund ist sicherlich Großvater Theodor in Erinnerung, der vor dem 2. Weltkrieg ein bekannter Komponist und Mitbegründer der AKM, der Verwertungs- und Urgeberrechtsgesellschaft für Komponisten, Autoren und Musikverleger war. Wienerlieder wie 'Alte geh bitte brumm net' und 'Was die Glocken vom Stephansdom erzählen' gehen auf das Konto von Theodor Wottitz’.

Mit Bill Haley zur Musik

Erste Bühnenerfahrungen machte der Mini-Musikus schon in der Volksschule in der Novaragasse. Die Hauptschule besuchte Wottitz in der Pazmanittengasse. Die Initialzündung zur Musik passierte in seiner Jugend. "Im Radio schmalzten Horst Winter, Ernie Bieler und so weiter. Ich konnte diese Musik einfach nicht ausstehen. Eines Tages hörte ich 'Rock around the Clock' von Bill Haley. Das war es. Ich habe diese Musikrichtung beibehalten," scherzt Wottitz. Wottitz ist gelernter Maschinenschlossers und gründete mit 28 Jahren seine eigene Handelsagentur. "Das war mein Brotberuf. Die Musik lief so nebenbei." Engagements in Niederösterreich, Burgendland und nach der Wende auch in der ehemaligen DDR machten aus Fred Wottitz eine Berühmtheit.

Von Elvis zu den Blue Desperados

"Zwischen 1985 bis 1995 war meine Elvis-Zeit", erzählt der Musiker, der auch als Alleinunterhalter im Papas Tapas am Wochenende Klavier spielte. "Es ist die Vielseitigkeit, die mir bei Elvis gefallen hat." Mit seiner erfolgreichsten CD 'Elvis is still the King' schoss Wottitz sprichwörtlich den Vogel ab: "Die Songs habe ich auf Englisch komponiert und die CD wurde bis in die USA verkauft. Das Management von Graceland hat mich damals sogar kontaktiert und meinte 'Was Elvis wohl sagen würde…'" Mit seiner Band den 'Blue Desperados' ging Fred Wottitz auf Torunee: "Es ist meine große Leidenschaft 'on stage' zu entertainen und Musik zu machen."

Musik des Großvaters spielen

Insgesamt gehen acht CDs und sein erfolgreiches Erinnerungsbuch 'Zwischen Noten und Nöten. Eine Zwischenbilanz' auf das Konto des Leopoldstädters. Auch wenn er ein bisschen leiser tritt, ans Aufhören denkt Fred Wottitz, aka Fred Weston, noch lange nicht: "Ich möchte gemeinsam mit Künstlern und Musikern die Musik meines Großvaters spielen."

Wer Fred Weston auf YouTube sehen/hören will, klickt bitte hier.
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