Erdbeben-Training
Lilienfelder Katastrophenhelfer meistern Großübung in NÖ

Die Lilienfelder KHD-Einheiten stellten sich im Tritolwerk zahlreichen Übungsszenarien. | Foto: BFKDO Lilienfeld, SID-Team West
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  • Die Lilienfelder KHD-Einheiten stellten sich im Tritolwerk zahlreichen Übungsszenarien.
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Ein schweres Erdbeben, eingestürzte Gebäude und Menschen unter tonnenschweren Betonplatten: Im Tritolwerk bei Wiener Neustadt wurde für die Lilienfelder Katastrophenhilfsdienstkräfte der Ernstfall geprobt. Rund 200 Feuerwehrmitglieder stellten sich gemeinsam mit Rettungskräften einer groß angelegten Übung.

LILIENFELD/WR. NEUSTADT. Zerstörte Häuser, eingestürzte Hallen und aufgerissene Straßen: Nach einem schweren Erdbeben im Raum Wiener Neustadt wird die 11. KHD-Bereitschaft des Bezirks Lilienfeld zu Hilfe gerufen. Was nach einem Katastropheneinsatz klingt, war zum Glück nur eine groß angelegte Übung im Tritolwerk.

Unter tonnenschweren Betonteilen mussten verschüttete Personen geortet und gerettet werden. | Foto: BFKDO Lilienfeld, SID-Team West
  • Unter tonnenschweren Betonteilen mussten verschüttete Personen geortet und gerettet werden.
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Großaufgebot im Tritolwerk

Das ehemalige Tritolwerk neben dem Flugplatz Wiener Neustadt ist ein zertifiziertes Übungsgelände des österreichischen Bundesheeres. Auch Feuerwehren können das weitläufige Areal für realitätsnahe Übungen nutzen. Für die Lilienfelder Einsatzkräfte wurde dort ein umfangreiches Erdbebenszenario vorbereitet.

Auch Rettungshunde waren bei der groß angelegten Übung im Einsatz. | Foto: BFKDO Lilienfeld, SID-Team West
  • Auch Rettungshunde waren bei der groß angelegten Übung im Einsatz.
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Rund 200 Feuerwehrmitglieder, neun Sanitäter des Roten Kreuzes sowie sieben Mitglieder der ASB-Rettungshundestaffel mit ihren sieben Rettungshunden waren im Einsatz. Alle vier Züge der 11. KHD-Bereitschaft sowie die Führungsunterstützung, der sogenannte „0er-Zug“, rückten aus.

Foto: BFKDO Lilienfeld, SID-Team West

Menschen unter Beton gerettet

Die Einsatzkräfte mussten zahlreiche Szenarien bewältigen. Verletzte nach PKW- und Busunfällen mussten versorgt und gerettet werden. Andere Personen waren unter tonnenschweren Betonteilen eingeschlossen. Zunächst mussten die Verschütteten geortet, anschließend die Hindernisse beseitigt und die Menschen sicher befreit werden.

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Unterstützt wurden die Einsatzkräfte unter anderem vom Sprengdienst, der Feuerwehrstreife und dem Feuerwehrmedizinischen Dienst. Die Feuerwehrstreife sorgte dafür, dass die teilweise mit bis zu 20 Fahrzeugen anrückenden Züge sicher zum Einsatzort begleitet werden konnten.

Rettungshunde suchten nach Verschütteten

Auch die Zusammenarbeit mit den Rettungskräften stand im Mittelpunkt. Neun Sanitäter des Roten Kreuzes und die sieben Rettungshunde der ASB-Rettungshundestaffel waren in die Szenarien eingebunden. Für eine möglichst realistische Darstellung wurden zudem zahlreiche Verletztendarsteller entsprechend geschminkt und vorbereitet.

Das ehemalige Tritolwerk bot die passende Kulisse für das realistische Erdbebenszenario. | Foto: BFKDO Lilienfeld, SID-Team West
  • Das ehemalige Tritolwerk bot die passende Kulisse für das realistische Erdbebenszenario.
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Auch Kommunikation wurde geübt

Nicht nur die eigentliche Rettungsarbeit stand auf dem Programm. Auch die Kommunikation nach außen wurde trainiert. Mitglieder des SID-Teams West, des Schnell-Informations- und Dokumentations-Teams, führten Interviews mit Führungskräften und bereiteten eine abschließende Pressekonferenz vor. Damit sollte auch der Umgang mit zahlreichen Pressevertretern geübt werden, die bei einem tatsächlichen Katastrophenfall vor Ort wären.

Zufriedene Bilanz

Bei der abschließenden Besprechung zeigten sich Bezirksfeuerwehrkommandant OBR Richard Fuchs, sein Stellvertreter BR August Hollerer und Bereitschaftskommandant Martin Rohrer mit der Umsetzung der gestellten Aufgaben sehr zufrieden. Sie dankten allen beteiligten Einsatzkräften und Organisationen für ihre Arbeit.

„Wenn man das professionelle Abarbeiten der Szenarien beobachtet, weiß man, dass Hilfe ankommt, wenn sie gebraucht wird, die Bevölkerung kann sich sicher fühlen“, erklärte Fuchs abschließend.

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