Sicherheit
Umfassender Hochwasserschutz für das Ortszentrum Türnitz
- Stefan Braito, Thomas Perz, Christian Leeb, Ingrid Gschwentenwein, Karl Weber, Alexander Hetlinger, Manfred Krcmar, Anita Karner, Sebastian Hayden (v.l.)
- Foto: Marktgemeinde Türnitz
- hochgeladen von Gabor Ovari
Der südliche Ortsteil der Marktgemeinde Türnitz erhält einen umfassenden Schutz vor Hochwasser. Ziel des Projekts ist die Absicherung gegen ein 100-jähriges Hochwasserereignis durch den Bau linearer Hochwasserschutzmaßnahmen entlang der Traisen von rund zwei Kilometern.
BEZIRK LILIENFELD/TÜRNITZ. Damit erhält das Ortszentrum von Türnitz einen umfassenden Schutz vor Hochwasser der Traisen. Kernstück der Maßnahme ist die Errichtung von Hochwasserschutzmauern an beiden Ufern entlang der Böschungskante sowie Dämmen und Geländeanpassungen. Zusätzlich wird eine Liegenschaft durch Objektschutzmaßnahmen individuell gesichert. Die sogenannte Hinterlandentwässerung erfolgt über zusätzliche bauliche Maßnahmen, wie z. B. mittels in der Schutzmauer integrierter Öffnungen, die im Hochwasserfall durch mobile Elemente verschlossen werden können. Mit dem Bauabschnitt HWS Türnitz BA 02 an der Traisen werden künftig 131 Objekte effektiv geschützt.
Erfahrungen aus der Vergangenheit verdeutlichen die Notwendigkeit. Bereits beim Hochwasser 1997 kam es zu schweren Ausuferungen im Siedlungsgebiet von Türnitz. Auch im September 2024 wurden jene Teile, die noch nicht fertig gebaut waren, erneut überflutet, während die Teile mit fertigem Hochwasserschutz verschont blieben – ein eindrückliches Beispiel für die Dringlichkeit des Vorhabens. Die Projektkosten belaufen sich insgesamt auf 5.650.000 Euro und werden gemäß dem Wasserbauten-Förderungsgesetz aufgeteilt:
Bund: 2.327.800 Euro
Land: 2.327.800 Euro
Marktgemeinde Türnitz: 497.200 Euro
Traisen Wasserverband: 497.200 Euro
Im Zuge des Projektes wurden bzw. werden zudem auch Brücken entlang der Traisen neu errichtet. Am 18. Juni wurde die fertiggestellte Schiessstattbrücke in der Auhofstraße feierlich eröffnet. BR Karl Weber gratulierte persönlich zur gelungenen Umsetzung der neuen Brücke und betonte die Bedeutung solcher Projekte für die Sicherheit und Infrastruktur der ländlichen Regionen. Mit dem Hochwasserschutz setzt die Gemeinde eine entscheidende Maßnahme zur Klimaanpassung sowie für Sicherheit, Zukunftsbeständigkeit und Lebensqualität.
Das könnte dich auch interessieren:
Aktuelle Nachrichten aus Niederösterreich auf
Du möchtest kommentieren?
Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.