"ÖVP-Hochburg" Lilienfeld

Jubelstimmung auch bei Lilienfelds FPÖ-Team am Wahlabend. Die Freiheitlichen legten im Bezirk zehn Prozent zu.
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  • hochgeladen von Markus Gretzl

BEZIRK LILIENFELD. Zwei große Gewinner und einen Verlierer - so lässt sich das Ergebnis der Nationalratswahl im Bezirk Lilienfeld zusammenfassen.
Großer Jubel herrschte in der ÖVP-Bezirksstelle in Lilienfeld: "Dies ist ein historisches Ergebnis", jubelt der Bezirksobmann der Volkspartei, Karl Bader. "34,74 Prozent aller Stimmen zwischen Mitterbach und Kaumberg sind nicht nur das beste ÖVP-Ergebnis in Lilienfeld aller Zeiten. Wir schafften es auch erstmal, die stimmenstärkste Partei in den vermeintlichen SPÖ-Hochburgen St. Veit und Hainfeld zu werden. Zudem liegen wir nun mehr als 1.000 Stimmen vor der SPÖ im Bezirk", freute sich Bader am Wahlabend.

"Es ist ein Desaster"

Schwer enttäuscht zeigte sich SPÖ-Bezirksobmann Albert Pitterle vom Bezirksergebnis. Die Sozialdemokraten gingen mit dem besten Bezirksergebnis Niederösterreichs der letzten Wahl ins Rennen, verloren am Sonntag sechs Prozent, stehen nun bei 27,77 Prozent. "Das ist ein Desaster", beschönigt Hainfelds Bürgermeister die Zahlen nicht. Er kennt die Gründe für den Absturz: "Das Hauptthema im Wahlkampf war die Zuwanderung. Das bekamen vor allem wir im Bezirk Lilienfeld aufgrund der hohen Migranten-Quote zu spüren", meint Pitterle. Lilienfelds SPÖ-Chef setzte sich jedoch sofort neue Ziele und möchte bei der Landtagswahl im März 2018 wieder Stimmen zurückgewinnen.

Enorme Steigerung

Im Lager der Freiheitlichen Lilienfelds gab es viel zu feiern. Die FPÖ legte im Bezirk ganze zehn Prozent zu, liegt nun bei 27 Prozent knapp hinter den Sozialdemokraten an dritter Stelle in der Wählergunst. "Mein Dank gilt den Wählern und meinen Wahlhelfern, die dies möglich gemacht haben. Der Kurs stimmt. Auch ich persönlich wurde in meiner Arbeit bestätigt und werde natürlich weitermachen", jubelte Bezirksparteiobmann Christian Hafenecker in Kaumberg.
Lilienfeld ist bekanntlich ein ÖVP-Bezirk. Vor allem Kleinzell, Annaberg und Mitterbach bewiesen sich als wahre "schwarze Hochburgen", jeder zweite Wähler schenkte in diesen Gemeinden der Volkspartei das Vertrauen. In Hohenberg und Traisen leben die überzeugtesten Sozialdemokraten. Die SPÖ-Mehrheit blieb in diesen beiden Gemeinden ungefährdet. In Hafeneckers Heimatgemeinde Kaumberg schaffte die FPÖ einen Sprung von 21 auf 34 Prozent.

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