14.04.2016, 08:15 Uhr

Nachhaltigkeit ist der Schlüssel

Isolde Fürst gemeinsam mit Mario Mühlböck , Robert Zeitlinger und Christian Kolarik (v. l.). (Foto: Regionalentwicklungsverein Linz-Land)
Die Leader-Region Linz-Land trägt wesentlich zu einer positiven Entwicklung des Bezirks bei.


BEZIRK (wom). Linz-Land hat sich in der Förderperiode 2007 bis 2013 erstmals am EU-Regio-nalförderprogramm "Leader" beteiligt. In diesem Zeitraum wurden rund 100 Projekte in den verschiedensten Lebensbereichen umgesetzt. Auch in der neuen Förderperiode von 2014 bis 2020 sind alle 22 Gemeinden beteiligt.
"Leader ermöglicht die Umsetzung von nachhaltigen und innovativen Projekten in unserer Region, die ohne diese Unterstützung nicht realisiert werden könnten", erklärt Isolde Fürst, Geschäftsführerin des Regionalentwicklungsvereins Linz-Land. Dieser entstand 2015 durch die Fusionierung des Regionalforums Linz/Linz-Land und der Leader-Region Linz-Land. "Regionalentwicklung ist ein langwieriger Prozess. Es braucht Zeit und Kontinuität, um nachhaltige Veränderungen herbeizuführen", betont Fürst. Mit der Leader-Methode sollen Bürger motiviert werden, sich selbst für die Gestaltung ihres Lebensraums zu engagieren.
Bisher wurden in der neuen Förderperiode sieben Projekte genehmigt, wie etwa das Sattlermuseum in Hofkirchen. Zahlreiche weitere sind eingereicht oder befinden sich derzeit in Ausarbeitung.
"Projekte können, egal ob groß oder klein, grundsätzlich in vielen Bereichen verwirklicht werden. Wichtig ist, dass sie einen Beitrag zur Umsetzung unserer Leader-Strategie leis-ten, innovativ sind, eine möglichst große regionale Wirkung aufweisen oder für die Region neue Wege in der Zusammenarbeit bewirken", sagt Fürst.
Der Verein fungiert auch als Träger für Gemeinschaftsprojekte im Bezirk. Bereits umgesetzte Beispiele dafür sind das Freizeit- und Naherholungsnetzwerk Linz-Land oder etwa das Jugendprojekt „Create your Region“. Mit der „Radregion Linz-Land“ stehe zudem das erste große Gemeinschaftsprojekt des Regionalentwicklungsvereins Zukunft Linz-Land für die neue Leader-Förderperiode in den Startlöchern. "Mit der Planung und Umsetzung eines Alltags-Radroutennetzes sowie mit Maßnahmen zur Bewusstseinsbildung soll ein wirksamer Beitrag zum Umweltschutz und zur Steigerung der Lebensqualität im Bezirk geleistet werden", erklärt Fürst.

Breite Zusammenarbeit
Verstärkt werden soll in Zukunft auch die Zusammenarbeit mit anderen Leader-Regionen in Österreich und der Europäischen Union. "Da Linz-Land als dynamische Stadt-Umland-Region mit besonderen Herausforderungen konfrontiert ist, ist es wichtig, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam Lösungsansätze zu finden, um die Entwicklung unserer Region in die richtigen Bahnen zu lenken", erklärt Christian Kolarik, Bürgermeister von Krons-torf und Obmann des Vereins.
"Darum arbeiten wir derzeit an der Entwicklung von zwei Kooperationsprojekten mit zwei weiteren Leader-Regionen aus Oberösterreich zu den Themen Innovation sowie Vermarktung regionaler Produkte und an der Entwicklung von zwei transnationalen Kooperationsprojekten mit Partnerregionen aus Finnland, Deutschland, Frankreich, Tschechien und Österreich", ergänzt sein Stellvertreter, Mario Mühlböck, Bürgermeister der Gemeinde Wilhering.


So reicht man seine Idee ein:

Unterstützt werden nur Projekte, die in Bezug zur lokalen Entwicklungsstrategie stehen und den Richtlinien entsprechen. Die Leader-Geschäftsstelle des Regionalentwicklungsvereins Zukunft Linz-Land begleitet Projektträger von der Idee bis zu Umsetzung. Förderwerber können Gemeinden, Vereine, ARGEs, Unternehmen sowie Einzelpersonen und Projektgruppen sein. Ideen können jederzeit im Leader-Büro eingebracht werden. Danach erfolgt ein Erstgespräch. Anschließend müssen die notwendigen Projektunterlagen für die offizielle Einreichung aufbereitet werden, die dem Regionalausschuss vorgestellt werden. Wird das Konzept positiv beurteilt, folgt die Einreichung des Förderantrags beim Land OÖ. Nach der offiziellen Fördergenehmigung kann mit der Projektumsetzung begonnen werden. Infos unter:
www.linz-land.at


Kommentar: Ein Blick in die Zukunft lohnt sich

Die aktuelle Flüchtlingsproblematik oder auch die anhaltende Krise am Arbeitsmarkt lassen zahlreiche Menschen derzeit wenig optimistisch in die Zukunft blicken. Doch dieser Blick lohnt sich. Vor allem für einen dynamischen und wirtschaftlich starken Bezirk wie Linz-Land bietet er zahlreiche Chancen, aber auch etliche Herausforderungen, sei es für Unternehmen, Vereine oder Gemeinden. Alleine an den vielen Innovationen und Projekten zur weiteren Entwicklung, wie etwa in der Infrastruktur, erkennt man die generelle Aufbruchsstimmung. Um auch den Lesern einen positiven Blick in die Zukunft zu geben, beschäftigt sich die ZukunftsRundschau intensiv mit den Themen von morgen. Quer durch alle Ressorts wird in der aktuellen Ausgabe aufgezeigt, was uns in den kommenden Jahren erwartet.
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