Lebenselixier Schlaf und seine Störungen

Das Lebenselixier Schlaf stand im Mittelpunkt des MINI MED-Vortrags in der Bücherei St. Valentin. Unter dem Motto "Erholsame Nächte, erfolgreiche Tage" referierte Josef Bolitschek, Vorstand der Abteilung für Pneumologie am Krankenhaus der Elisabethinen Linz und Vorstand der Abteilung für Lungenheilkunde am LKH Steyr, auch über Schlafstörungen. Diese sind weit verbreitet. Etwa 30 bis 35 Prozent aller Österreicher leiden daran. Mit steigendem Lebensalter erhöht sich auch das Risiko für Schlafstörungen: „Das ist aber kein Schicksal“, so Bolitschek. Gegen Schlafstörungen lässt sich viel tun, wenn sie als solche wahrgenommen werden. Denn so paradox es klingt: In vielen Fällen bekommen die Betroffenen von ihren Schlafstörungen gar nichts mit. Dies kann etwa für das obstruktive Schlafapnoe-Syndrom gelten. Dabei fällt im Schlaf der Schlund in sich zusammen, sodass die Luft weder ein- noch ausgeatmet werden kann. Der Körper merkt den Luftmangel und die Druckschwankungen im Brustraum und zwingt den Betroffenen aufzuwachen. Durch das Aufwachen stabilisiert sich der Schlund wieder – und es kann wieder geatmet werden. Das kann pro Nacht bis zu 40 Mal/Stunde passieren. Und die Patienten merken dieses kurze Aufwachen oft gar nicht. Die Folgen sind allerdings verheerend: Weil der Organismus bei jedem (unbewussten) Aufwachen massiv Stresshormone ausschüttet und sich der Blutdruck und der Herzschlag erhöhen, kann diese Art von Schlafstörung langfristig zu Herz-Kreislauferkrankungen führen.

Körperliche und seelische Ursachen

Liegt eine obstruktive Schlafapnoe vor, die oft mit erheblichem Übergewicht einhergeht, wird den Patienten meist eine Atemmaske angepasst. Diese Maske ist über einen Schlauch mit einem mobilen Beatmungsgerät verbunden, das Luft mit erhöhtem Druck in die Atemwege presst. Ganz wichtig sind auch Gewichtsreduktion und die Vermeidung von Alkohol am Abend.
Nicht immer haben Schlafstörungen jedoch körperliche Ursachen. Ein- und Durchschlafstörungen können auch seelisch bedingt sein. Unverarbeiteter Stress kann ebenso Schlafstörungen auslösen wie Depressionen. Liegen keine körperlichen Ursachen vor, muss die Behandlung individuell ganz genau abgestimmt werden. Wer unter Schlafstörungen leidet, sollte seinen Hausarzt aufsuchen.

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