Zivilcourage
Junge Linzerin angegriffen und niemand hat geholfen

Die junge Frau beim StadtRundschau-Lokalaugenschein am Tatort.
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  • Die junge Frau beim StadtRundschau-Lokalaugenschein am Tatort.
  • Foto: BRS/Diabl
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Mitten in Linz wurde eine junge Frau unvermittelt angegriffen und verletzt. Viele Menschen standen rundherum und haben zugesehen – geholfen hat keiner.

LINZ. "Ich fühlte mich hilflos, alleingelassen und beschämt", erzählt eine junge Linzerin der StadtRundschau. Völlig unvermittelt wurde sie angegriffen – am helllichten Tag, mitten in Linz und niemand hat ihr geholfen. Am späten Vormittag des 5. September wartete die junge Frau gemeinsam mit ihrer Mutter an der Haltestelle Goethestraße auf den Bus. Plötzlich attackierte sie eine unbekannte Frau ohne ersichtlichen Grund. Die Angreiferin packte sie brutal am Kopf, zerrte und schüttelte sie in alle Himmelsrichtungen. "Es ging alles sehr schnell", berichtet das Opfer, "ich versuchte, mich aus ihrem festen Griff zu lösen, auch meine Mutter versuchte, die Frau von mir abzubringen, jedoch ohne Erfolg."


Niemand hat geholfen

Besonders enttäuschend: Um sie herum standen viele Leute, auch große Männer, und schauten einfach zu. Selbst als die junge Frau mehrfach um Hilfe schrie, schritt niemand ein. Der Schock über die fehlende Zivilcourage sitzt fast noch tiefer als über den Angriff. Nach einer gefühlten Ewigkeit konnte sie sich befreien und flüchtete in den Bus, der bereits in der Haltestelle stand. Auch der Busfahrer hatte keinen Finger gerührt. Zumindest schloss er rasch die Tür und riet der Frau, die Polizei zu rufen.


Opfer erlitt Schleudertrauma

Diese war dann schnell mit zwei Einsatzteams vor Ort und konnte die Angreiferin aufgrund der Personenbeschreibung des Opfers noch im Volksgarten aufgreifen. Die mutmaßliche Täterin wurde angezeigt. Der Übergriff war alles andere als harmlos. Im Krankenhaus wurde bei der jungen Linzerin ein Schleudertrauma festgestellt.

Die junge Frau beim StadtRundschau-Lokalaugenschein am Tatort.
Hier wartete die Linzerin mit ihrer Mutter auf den Bus.
Autor:

Christian Diabl aus Linz

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