Kepler Uniklinikum: Das müssen Sie wissen

Aus AKh, LFKK und Wagner-Jauregg wurde das Kepler Uniklinikum ...
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Mit dem Jahreswechsel begann eine neue Ära in der Linzer Krankenhauslandschaft. Aus dem stadteigenen Allgemeinen Krankenhaus, der Landes- Frauen- und Kinderklinik und der Landesnervenklinik wurde das Kepler Universitätsklinikum. Damit entstand das zweitgrößte Krankenhaus Österreichs mit mehr als 1800 Betten. Anlass für das Zusammenführen der Spitäler, die künftig Med Campus III (AKh), Med Campus IV (LFKK) und Neuromed-Campus (Wagner-Jauregg) heißen, war die Gründung einer Medizinischen Fakultät an der Johannes Kepler Universität. Ab 2016 werden 120 Studienanfänger in Linz ausgebildet, mittelfris-
tig sollen es pro Jahr 300 sein. Das KUK ist daher nicht nur ein Versorgungskrankenhaus, sondern auch ein Ort der klinischen Lehre und Forschung.

Einzigartiger Schwerpunkt

Da die Menschen immer älter werden, ist die Altersmedizin ein wichtiges Zukunftsthema. Die Medizinische Fakultät widmet sich dem österreichweit einzigartigen Schwerpunkt der klinischen Alters- und Versorgungsforschung. Von den neus-ten medizinischen Forschungsergebnissen sollen auch die Patienten profitieren.

Synergien nutzen

Eigentümer des KUK sind zu 74,9 Prozent das Land OÖ und zu 25,1 Prozent die Stadt Linz. Alle wichtigen Entscheidungen, wie etwa größere Investitionsvorhaben, müssen einstimmig getroffen werden. Mit dem Zusammenlegen der drei Häuser fand eine lange Debatte über eine gemeinsame Verwaltung sowie unterschiedliche Finanzierungen durch das Land OÖ ein Ende. Die Standorte sollen in Zukunft medizinisch vernetzt und Leistungen besser aufeinander abgestimmt werden. „Seit Juli 2013 arbeiten rund 100 Mitarbeiter aus den drei Spitälern in mehreren Projektgruppen an der Zusammenführung“, sagt Geschäftsführerin Elgin Drda. Bis 2017 sollen alle Prozesse in den Bereichen Personal und Finanzen an den drei Standorten auf Basis eines eigenen IT-Systems vereinheitlicht werden.

Mehr Geld und Arbeitsplätze

Durch das Uniklinikum entstehen in Linz laut Vizebürgermeister Christian Forsterleitner 300 neue Arbeitsplätze. Insgesamt werden künftig mehr als 6500 Angestellte in dem Gesundheitsbetrieb arbeiten. Die Beschäftigten bleiben rechtlich in ihren bisherigen Dienstverhältnissen (Stadt Linz bzw. gespag), Neueintretende werden nach dem Landesdienstrecht angestellt. Die Zusammenlegung bringt für die Stadt Linz auch finanzielle Vorteile. Für ihren Eigentümeranteil brachte die Stadt Sachwerte des AKh in Höhe von 114 Millionen Euro ein. Die restlichen Vermögenswerte fallen an die Stadt zurück, ebenso wie die Verbindlichkeiten. „Im Saldo erhöht sich dadurch das städtische Netto-Vermögen um 89 Millionen Euro“, so Forsterleitner. Durch die neuen Eigentumsverhältnisse verringert sich für die Stadt auch der Träger-Selbstbehalt. Linz spart damit bis zu 8 Millionen Euro pro Jahr. Gleichzeitig sinken Haftungen für städtische Unternehmen um 30 Millionen Euro.

Infotage in den Ausbildungszentren

Am Freitag, den 15. Jänner, öffnen gleich zwei Ausbildungszentren des neuen Kepler Universitätsklinikums (KUK) ihre Türen. Interessierte können sich am Neuromed Campus von 9 bis 15 Uhr etwa über das österreichweit einzigartige „2in1“-Ausbildungsmodell der Schule für psychiatrische Gesundheits- und Krankenpflege informieren. Spannende Infos zu der großen Angebotspalette der Schule für allgemeine Gesundheits- und Krankenpflege gibt es von 10 bis 17 Uhr am Med Campus. Eine Woche später lädt am Freitag, 22. Jänner, die Schule für Kinder- und Jugendlichenpflege zum Tag der offenen Tür. Von 11 bis 16 Uhr haben Interessierte die Gelegenheit, sich ein Bild über das umfangreiche Leistungsspektrum zu machen. Bewerbungen können gleich mitgebracht werden.

Daten & Fakten

Mit der Zusammenführung des Allgemeinen Krankenhauses AKh Linz, der Landes- Frauen- und Kinderklinik sowie der Landes-Nervenklinik Wagner Jauregg entstand am 31. Dezember 2015 das zweitgrößte Krankenhaus Österreichs. Das Kepler Universitätsklinikum (KUK) ist damit auch der zentrale Gesundheitsversorger in Oberösterreich. Insgesamt gibt es an den drei Standorten 1830 Betten. Insgesamt kümmern sich 6500 Mitarbeiter um die Patienten, davon sind 740 Ärzte und rund 2460 arbeiten als Hebammen sowie in der Pflege. Das Jahresbudget des Kepler Universitätsklinikums beträgt 500 Millionen Euro. Mehr als 40 Prozent der in Oberösterreich wissenschaftlich tätigen oder habilitierten Ärzte arbeitet an einem der drei KUK-Standorte.

Mehr Infos finden Sie im Internet unter: www.kepleruniklinikum.at

Aus AKh, LFKK und Wagner-Jauregg wurde das Kepler Uniklinikum ...
... unter Leitung von Elgin Drda und Heinz Brock.
Autor:

Nina Meißl aus Linz

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