Linzer Budget 2026
Stadt will in der Verwaltung rund 5 Millionen Euro einsparen
- Heute fand die vierte Budgetsondersitzung im Linzer Stadtsenat statt. Rund fünf Millionen Euro will die Stadt in der Verwaltung einsparen – zehn weitere Millionen an Kürzungen stehen noch aus.
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- hochgeladen von Silvia Gschwandtner
In der heutigen vierten Budgetsondersitzungen wurden erstmals konkrete Sparmaßnahmen bekannt: Rund fünf Millionen Euro will die Stadt in der Verwaltung einsparen. Dabei wirkt sich vor allem der Gehaltsabschluss der Beamten unter der Inflation mit 3 Millionen Euro für das Linzer Budget positiv aus. Modernisierungen in der Verwaltung, gezieltere Nachbesetzungen und der Wegfall eines Dienstpostens pro Geschäftsbereich sollen rund zwei Millionen Euro an Einsparungen bringen.
LINZ. Rund fünf Millionen Euro spart die Stadt Linz in der Verwaltung ein – der Großteil davon ist dem Ausgang der Gehaltsverhandlungen der Beamten auf Bundesebene geschuldet: Mit der Einigung auf eine Erhöhung von durchschnittlich nur 1,5 Prozent in den nächsten drei Jahren, und damit unter der Inflation, "spart" sich die Stadt Linz rund drei Millionen Euro. Weitere Sparmaßnahmen in der Verwaltung durch Modernisierungen, Vereinfachung von Abläufen und Digitalisierungsmaßnahmen sowie die Streichung eines Dienstpostens pro Geschäftsbereich sollen weitere zwei Millionen Euro Ersparnis bringen. "Die Streichung eines Postens pro Geschäftsstelle war bereits vor dem Sommer vorgesehen", so die für Personal zuständige Vizebürgermeisterin Merima Zukan (SPÖ), "weiters wollen wir Nachbesetzungen gezielter vornehmen und Überschneidungen verhindern."
ÖVP, FPÖ und Grüne zweifeln am Zeitplan
Woher die restlichen zehn Millionen Euro kommen sollen, die Finanzstadtrat Thomas Gegenhuber (SPÖ) im Budget für 2026 einsparen muss, ist auch nach der vierten Budgetrunde noch unklar und sorgt für harsche Kritik bei den übrigen Stadtsenatsparteien. "Bislang kam von der SPÖ kein einziger konkreter Vorschlag zur Reduktion der Ausgaben – stattdessen wurde jeder Beitrag von ÖVP und FPÖ reflexartig kritisiert", ärgert sich Michael Obrovsky, Geschäftsführer der Linzer VP. Er fordert einen "klaren Sanierungsplan" von der SPÖ.
Auch FPÖ-Stadtrat Michael Raml zieht nach der heutigen Sitzung "ernüchtert" Bilanz: "Es liegen zwar verschiedene Vorschläge über Projekte und Einsparungspotenziale am Tisch, aber ein mehrheitsfähiges Gesamtbudget ist weiterhin nicht in Sicht". Er sehe "kein Licht am Ende des Tunnels" und hegt Zweifel an Gegenhubers Zeitplan. Bereits am 3. November will der Finanzstadtrat einen Vorschlag zur Finalisierung vorlegen.
"Auch die vierte Stadtsenatsrunde zum Budget 2026 hat wenig Konkretes gebracht", meint auch Grünen-Stadträtin Eva Schobesberger. Auch für sie ist es "ein Rätsel", wie im November ein fertiges Budget vorliegen soll. Gegenhuber will dem Stadtsenat am 20. November ein fertiges Budget vorlegen. Im Gemeinderat soll es am 11. Dezember beschlossen werden.
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