10.04.2017, 14:08 Uhr

Schwerer Raubüberfall geklärt: Täter ausgeforscht und verhaftet

Fünf der Sechs ausgeforschten Täter befinden sich in Untersuchungshaft. (Foto: Nomadsoul1/Panthermedia)

Nach dem brutalen Einbruchsdiebstahl, bei dem eine 78-jährige Leondingerin geknebelt wurde, sind die Täter gefasst. Nur Einer ist noch flüchtig.

LINZ/LEONDING. Der schwere Überfall vom 13. August 2016, bei dem eine knapp 78-jährige Frau und ein Asylwerber misshandelt und ausgeraubt wurden, ist geklärt. Die Beamten des Landeskriminalamtes konnten insgesamt sechs Täter ausforschen und Fünf davon festnehmen. Die in anderen europäischen Ländern bereits vorbestraften Täter zeigten sich überwiegend geständig. Ihnen drohen Freiheitsstrafen in der Höhe von ein bis fünfzehn Jahren. Für jene Räuber, die sich in der Wohnung befanden, kommt erschwerend der Straftatbestand der Freiheitsentziehung hinzu. Der sechste Komplize befindet sich nach wie vor auf der Flucht. Er wird per europäischem Haftbefehl gesucht. "In der Regel ist es schwierig, bei solchen Fällen überhaupt Anhaltspunkte auf die Täter zu finden. Umso erfreulicher ist der Umstand, dass dieser besonders aufsehenerregende Fall geklärt werden konnte", sagt Gottfried Mitterlehner vom Landeskriminalamt Oberösterreich.

Die Täter schlugen, fesselten und knebelten die Frau

Im August des Vorjahres drangen drei maskierte Männer über den Balkon in die Wohnung der schlafenden Frau in Leonding ein. Ein weiterer hielt vor der Wohnung Wache. Das Opfer wurde von den bewaffneten Einbrechern zunächst schwer misshandelt. Anschließend fesselten und knebelten sie die Pensionistin. Auch der Asylwerber, der bei der Frau wohnte, wurde von den Tätern im Schlaf überrascht und gefesselt und geknebelt. Dieser konnte sich und die Frau jedoch wenig später befreien und die Polizei mithilfe der Nachbarn alarmieren. Die Täter erbeuteten neben Wertgegenständen wie Schmuck und einem Mobiltelefon vor allem Bargeld.
Die Ermittler standen zunächst vor einem schweren Fall. Erst mithilfe von kriminalpolizeilichen Ermittlungen und unter Zuhilfenahme von technischen Möglichkeiten führte sie die Spur zu einem mazedonischen Gelegenheitsarbeiter, der in der Vergangenheit mehrere Arbeiten für die Frau erledigte. Aufgrund von finanziellen Problemen und dem Wissen, dass die ältere Frau immer viel Bargeld zuhause hatte, schloss er sich mit den anderen Tätern, allesamt Rumänen, zusammen. Gemeinsam planten und führten sie den Überfall auf die Frau und den Asylwerber durch.
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