17.11.2017, 13:18 Uhr

Stadt & Land: Engere Zusammenarbeit bei Museen

Landeshauptmann Thomas Stelzer (2.v.re.), Kulturstadträtin Doris Lang-Mayerhofer (2.v.li.), Nordico-Leiterin Andrea Bina (li.) und Archäologe Erwin M. Ruprechtsberger (re.) mit einem kleinen Teil des Linzer Keltenschatzes. (Foto: Land OÖ/Stinglmayr)
Die Stadt Linz und das Land Oberösterreich wollen künftig im Museumsbereich intensiver Zusammenarbeiten. Ein erster Schritt in diese Richtung ist kürzlich erfolgt: Das OÖ Landesmuseum hat die archäologische Sammlung des Nordico Stadtmuseums übernommen. Diese umfasst reichhaltige Funde und Funddepots aus Linz und dem Linzer Zentralraum, darunter etwa der sogenannte „Keltenschatz vom Linzer Gründberg“, der einzigartig in Europa ist. Der Vertrag, dem auch der Verwaltungsausschuss der Museen zugestimmt hat, sieht vor, dass die archäologische Sammlung und die circa 25.000 Bände umfassende archäologische Bibliothek per Dauerleihgabe vom OÖ. Landesmuseum übernommen werden. Die Leihe ist bis 31. Dezember 2027 befristet, mit der Option auf Verlängerung. Sammlung und Bibliothek werden bis Ende 2018 in das Depot des OÖ. Landesmuseums in der Welser Straße überstellt. Das OÖ. Landesmuseum kann in der Folge über den Bestand verfügen, und ihn für alle wissenschaftlichen und musealen Projekte verwenden. „Ich erwarte von der Verschränkung der archäologischen Sammlungen beider Häuser viele neue Impulse für das Landesmuseum, was die Forschungs- und Vermittlungsarbeit dieser historischen Epoche betrifft“, so  Landeshauptmann Thomas Stelzer.

Synergien nutzen

In den nächsten Wochen soll es weitere Gespräche sowie eine juristische Prüfung über mögliche Kooperationen geben. Ziel ist es, die verschiedenen Angebote von Stadt und Land stärker zu verschränken und Synergien zu nutzen sowie das Angebot noch interessanter zu machen. "Für die Besucher ist es egal, wer von uns beiden eine kulturelle Einrichtung betreibt. Was aber weder der Stadt Linz noch dem Land Oberösterreich egal sein kann ist, wie wir es schaffen die Strahlkraft unserer Museen und Galerien zu erhalten und die Angebote über die Landesgrenzen hinaus bekannter und erfolgreicher zu machen. Ich freue mich daher über die Gesprächsbereitschaft von Bürgermeister Klaus Luger“, sagt Landeshauptmann Thomas Stelzer dazu.
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