31.10.2017, 14:12 Uhr

Stadt will illegale Zeltlager konsequenter räumen

(Foto: privat)
Illegale Camps im Linzer Stadtgebiet sorgten innerhalb der letzten Jahre immer wieder für Gesprächsstoff. Die Zelte werden von Personen genutzt, die keinen Platz in den Linzer Notschlafstellen finden. Im laufenden Jahr wurden 23 Lager im Linzer Stadtgebiet geräumt. Im Vorjahr landeten die Linzer Zeltlager in den Schlagzeilen, da die Camps zweimal von Unbekannten in Brand gesteckt wurden.

Runder Tisch bringt Maßnahmenkatalog

Am Montag, den 30. Oktober, lud Sicherheitsreferent Vizebürgermeister Detlef Wimmer zum Runden Tisch. Stadt Linz, Polizei, Ordnungsdienst sowie Grundeigentümer einigten sich dabei auf eine gemeinsame Eindämmung der illegalen Zeltlager.

Künftig soll der städtische Erhebungsdienst die Räumung der Lager koordinieren. Auf den Grundstücken von Asfinag, ÖBB und dem Land Oberösterreich darf der Erhebungsdienst die Camps künftig eigenständig räumen. Der entstandene Müll soll rasch entsorgt werden. Hinzu kommen Überlegungen zu baulichen Absperrungen der betroffenen Flächen. Der Ordnungsdienst der Stadt Linz soll entsprechene Flächen Im Rahmen seiner Rundgänge regelmäßig kontrollieren. Die Stadt will zudem den Umweltanwalt prüfen lassen, ob das Unterholz entfernt werden kann.

"Da viele Grundstücke genutzt werden, die nicht in Besitz der Stadt Linz sind, kann eine engere Zusammenarbeit die Effizienz steigern. Nur konsequentes Vorgehen kann in Linz einen dauerhaften Erfolg gegen illegale Zeltlager bringen“, kommentiert Vizebürgermeister Wimmer die Ergebnisse des Runden Tisches.

Die betroffenen Grundstücke befinden sich etwa am Chemie-Kreisverkehr, in der Aigengutstraße, der Saxingerstraße oder der Schachermayrstraße. Auch im Bereich der A7-Abfahrten Industriezeile, dem ÖBB-Bahnhof „Hafen“ und dem Boschweg wurden bereits Zeltlager geräumt. Hinzu kommt die Wankmüllerhofstraße und die Oberfeldstraße, jeweils bei der Auf- und Abfahrt der A7 und der Unterführung. Im Laufe des Jahres wurden bei den Räumungen 241 Personen weggewiesen.
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