Die Arena in St. Johann wird kochen!

Am kommenden Samstag spielt der TSV St. Johann gegen die Austria Salzburg. Was erwartet der Kapitän des Pongauer Westligateams in sportlicher Hinsicht von dieser Derby-Begegnung?
ROMAN HUPF: „Die Austrianer werden hochmotiviert nach St. Johann kommen. Es wird sicherlich ein emotionales Spiel werden, in dem aufgrund des Tabellenstandes bestimmt die Gäste die Favoriten sind. Im Herbst haben wir zwar etwas geschwächelt, aber wenn wir unser volles Leistungspotenzial abrufen können, dann können wir jedes Team der Westliga schlagen. Gegen die Austria hoffe ich auf einen 2:1-Sieg.“

Du hast Ende der 1990er selbst bei den Mozartstädtern gespielt. Mit welchen Gefühlen gehst du als Ex-Austrianer auf das Feld?
ROMAN HUPF: „Es ist ein Spiel wie jedes andere auch. Natürlich sind für mich beim Gegner viele bekannte Gesichter im Verein – Gerhard Stöger, Bernd Winkler oder Helmut Rottensteiner, um nur drei von ihnen zu nennen. Ich freue mich, sie wieder zu sehen. Das Schöne am Fußball ist, dass man Freunde und Bekannte immer wieder ab und zu trifft, auch wenn die Wege auseinandergegangen sind.“

Die Austria-Fans sind bekannt-ermaßen nicht die leisesten. Mit was ist am Rande des Spielfeldes bei diesem Match zu rechnen?
ROMAN HUPF: „Ich denke, dass es ohne gröbere Vorfälle ablaufen wird. Ich persönlich freue mich riesig auf die Stimmung, auch wenn es die Fans der Gegner sind, die diese erzeugen. Es wird mit Sicherheit ein packendes Spiel für uns alle werden!“

Die Zuschauerquoten bei Sport-ereignissen sind immer grandios. Wie lassen sich so ein extremes Interesse und derart hochgeschaukelte Emotionen erklären?
ROMAN HUPF: „Ich glaube, die Menschen haben ein Bedürfnis, außergewöhnliche Leistungen zu beobachten. Fanclubs vermitteln darüber hinaus ein Gemeinschaftsgefühl. Zudem erlebt man im Sport, egal ob als Aktiver oder als Zuseher, Emotionen, die man im Alltag in der Form oft nicht erfährt.“

Nach deiner langen Verletzungspause – du hattest Probleme mit der Partellasehne – stehst du nun wieder als TSV-Leitwolf in der Verteidigung. Wie fühlst du dich – bist du schon wieder in Topform?
ROMAN HUPF: „Ja, man kann sagen, dass ich wieder in Topform bin. Ich habe in der Vorbereitungszeit keine Schwierigkeiten gehabt. Es kann schon sein, dass mir nach der mehrmonatigen Verletzungspause dort und da die Spielpraxis fehlt, aber ich hoffe, das durch meine Routine wieder wett zu machen.“

In der Tabelle seid ihr momentan auf Platz zehn. Zu Beginn der Saison ging es eher schleppend – was war schuld daran?
ROMAN HUPF: „Das ist im Fußball nicht immer so leicht zu sagen. Oft ist es in den Partien sehr knapp zugegangen. Im Abschluss waren wir manchmal nicht konsequent genug.“

Woran hat der Trainer in der Vorbereitungsphase mit euch am meisten gearbeitet – was hat sich über den Winter verändert?
ROMAN HUPF: „Er hat in taktischer Hinsicht viel mit uns gemacht, einige Spielzüge und Varianten durchgespielt. Wir haben auch einiges an Zeit im Lehrsaal verbracht und versucht die Theorie dann gleich am Feld in die Praxis umzusetzen. Von den Trainingseinheiten am Großarler Kunstrasen haben wir bestimmt profitiert – im Sommer bekommen wir in der St. Johann Arena übrigens auch einen. Auch das Trainingslager in Lindabrunn war perfekt und hat uns den letzten Feinschliff gegeben.“

Wo in der Liga möchte Roman Hupf am Ende mit seiner Mannschaft stehen?
ROMAN HUPF: „Im gesicherten Mittelfeld mit Blickrichtung nach oben. Mit dem Abstiegskampf wollen wir nichts zu tun haben.“

Interview: Peter J. Wieland

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