23.11.2016, 14:35 Uhr

"Behörden in die Regionen verlegen!"

ÖAAB-Obmann NAbg. Asdin El Habbassi: „Ich begrüße die neue Kooperation der Bezirksbehörden im Flachgau und im Lungau außerordentlich!" (Foto: Stefanie Schenker)

ÖAAB-Obmann NAbg. Asdin El Habbassi: „Ich begrüße die neue Kooperation der Bezirksbehörden im Flachgau und im Lungau außerordentlich!"

„Ich begrüße die neue Kooperation der Bezirksbehörden im Flachgau und im Lungau außerordentlich! Das ist eine Entscheidung mit Beispielcharakter, der noch viele weitere ähnliche Entscheidungen auf Landes- und Bundesebene folgen sollten“, kommentiert ÖAAB-Obmann NAbg. Asdin El Habbassi die durch LH Wilfried Haslauer bekannt gewordenen Dezentralisierung von Verwaltungsabläufen im Bundesland Salzburg.
Asdin El Habbassi: „Salzburg braucht mehr qualifizierte Arbeitsplätze in den Regionen. Gut ausgebildete Fachkräfte, Experten aber auch Lehrlinge können ihre Arbeit durch neue Kommunikationsmöglichkeiten dezentral in modernen Behörden bestens erledigen. Ich sehe da nur Vorteile für alle Betroffenen und keine Nachteile. Mail, Internetkonferenzen und moderne Verwaltungsabläufe ermöglichen längst Arbeitsbedingungen, die Pendeln nicht mehr nötig machen. Bundesbehörden sollten diese Chancen nützen und damit die Abwanderung in die Zentralräume aufhalten.“

Dezentralisierung schaffe Impulse

Bewusste Dezentralisierung von Bundesbehörden schaffe Impulse in den Regionen. Ämter „aufs Land“ zu verlegen habe erhebliche Vorteile: Qualifizierte Arbeitsplätze stärkten die Kaufkraft in der Region, verhinderten Abwandern, reduzierten Verkehrswege, steigerten die Familienfreundlichkeit et cetera. „Das Gebot der Stunde ist es, den ausgebildeten jungen Menschen vor Ort Arbeit zu verschaffen. Hier sollte der Bund mit gutem Beispiel für die Unternehmen vorangehen und das Arbeiten in der Nähe des Wohnortes ermöglichen", sagt Asdin El Habbassi. Das verringere die Anzahl der Pendler ebenso wie es die Lebensqualität und die Bürgernähe steigere. Beispielsweise könnten Teile des Infrastrukturministeriums oder des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft genauso gut in Salzburg angesiedelt werden. Auch in anderen Ministerien gebe es Beispiele.

Wo, sei in Zeiten des Internets egal

„Wo Bildschirm und der Arbeitsplatz stehen, ist in Zeiten des Internet egal! Nützen wir die Möglichkeiten der modernen Kommunikation zum Wohl der Regionen!“, ruft Asdin El Habbassi auf. Der Bund solle es den Nachbarländern Deutschland und Schweiz gleichmachen, nicht alles an einem Ort zu konzentrieren, sondern besser auf Regionalität zu bauen. „Das deutsche Bundesamt für Verfassungsschutz liegt in Köln, während der Bundesverwaltungsgerichtshof in Leipzig tagt. Problemlos. Warum muss eine Akademikerin aus dem südlichen Pongau oder eine Fachkraft aus dem nördlichen Pinzgau nach Wien übersiedeln? Noch ein konkreter Vorschlag: Die nächste neue Bundesbehörde oder die nächste neue Abteilung sollten bewusst in Salzburg angesiedelt werden. Dafür ist es längst Zeit“, schließt El Habbassi.
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