Kinderbuch-Trilogie
"Der kleine Hasenfuß" aus dem Mostviertel
- Das Autoren-Duo Klaus Ebenhöh aus Petzenkirchen und Isolde Österreicher aus Sölling.
- Foto: Ebenhöh
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Die Ergotherapeutin Isolde Österreicher aus Sölling (Scheibbs) und Klaus Ebenhöh aus Petzenkirchen (Melk) haben eine Kinderbuch-Trilogie über Reizverarbeitung veröffentlicht. Das dritte Buch ist brandneu in den Handel gekommen.
MOSTVIERTEL. "Die Thematik der Bücher ist noch weitgehend unbekannt. Auch ich kannte sie nicht. Daher war es total spannend, mit Isolde darüber ein Kinderbuch zu schreiben. Wir waren dann überrascht, dass 'Bummbumm' so erfolgreich wurde. Aber auch überglücklich, weil wir dadurch 'Mimi' realisieren konnten. Mit 'Leo' ist die Trilogie jetzt komplett und wir unserem Ziel schon ein bisschen näher, sodass betroffenen Kindern mehr Verständnis entgegengebracht wird", erzählt Klaus Ebenhöh über die Intention des neuen Kinderbuchs.
"Tollpatsch, Mimose, Hasenfuß"
Mit der Neuerscheinung "Der kleine Hasenfuß Leo" komplettiert der renommierte österreichische Verlag "Bibliothek der Provinz" die Kinderbuch-Trilogie zur Reizverarbeitung und sorgt damit für ein Novum im deutschsprachigen Raum.
Wie schon in den beiden ersten Bänden erzählt das Buch Dinge, die in der breiten Öffentlichkeit weitgehend unbekannt sind. Leo wird als ängstlich wahrgenommen, obwohl er das nicht ist. Er verliert nur leicht das Gleichgewicht und schaut daher lieber zu. Spannend ist die Thematik, weil kaum jemand über die dahinterliegenden körperlichen Zusammenhänge Bescheid weiß.
Hohe gesellschaftliche Relevanz
Fachleute schätzen, dass zehn bis 20 Prozent aller Grundschulkinder von Störungen in der Reizverarbeitung oder von sensorischer Integration betroffen sind.
Die Trilogie umfasst die drei häufigsten Problemfelder: Kinder, die sich nicht gut genug spüren ("Bummbumm"), Berührungen unangenehm finden ("Mimi") und mit dem Gleichgewicht Probleme haben ("Leo").
- "Der kleine Hasenfuß Leo" komplettiert die Kinderbuch-Trilogie der Autoren Isolde Österreicher aus Sölling und Klaus Ebenhöh aus Petzenkirchen.
- Foto: Verlag Bibliothek der Provinz
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Die Charaktere legen ein Verhalten an den Tag, das von ihrem sozialen Umfeld als grob, zickig oder ängstlich wahrgenommen wird. Sie hören dann: "Stell dich nicht so an" oder "reiß dich zusammen". Die drei Bücher zeigen betroffenen Kindern und Erwachsenen (Familien, Kindergärten, Vor- und Volksschulen) in kleinen Heldengeschichten, dass sie damit nicht alleine sind. Und dass es Möglichkeiten gibt, gemeinsam ihre Probleme zu überwinden.
Trilogie wurde komplettiert
Mit diesem Buch konnte die Trilogie zur sensorischen Integration vollendet werden. "Wir wollten uns jenen drei Schwächen in der Reizverarbeitung widmen, die bei Kindern am häufigsten vorkommen. Es gibt noch weitere und meistens steht keine dieser Schwächen für sich allein", sagt Isolde Österreicher.
Im Buch erfährt man, womit Kinder wie Leo zu kämpfen haben. Bereits als Kleinkinder sind sie eher passiv und zeigen wenig Bewegungsvielfalt. "Daher werden sie als ängstlich oder vermeidend wahrgenommen. Beim Windelwechseln haben sie Stress, da sie rückwärts im Raum hingelegt werden und nicht sehen, wohin sie bewegt werden. In Fahrzeugen wird ihnen übel, wenn sie gegen die Fahrtrichtung sitzen oder liegen. Sie kommen spät ins Gehen, da sie die Sicherheit des Bodenkontakts benötigen. Sie schaukeln nicht gern, weil ihnen rasch schwindlig wird. Turnen, Schifahren oder Schwimmen machen ihnen keinen Spaß", erzählt die Autorin Isolde Österreicher.
Welche Unterstützung gibt man diesen Kindern?
Isolde Österreicher dazu: "Wenn nötig, verbessere ich die Haltungsstabilität und die Qualität der Bewegung. Dann biete ich dem Kind Gleichgewichtsreize in Verbindung mit tiefen-empfindlichen Reizen an. Ich begleite und ermutige das Kind. Und spiele seinem Können entsprechend mit ihm. Es gewinnt so an Selbstvertrauen und lernt immer mehr Aufgaben, die mit Gleichgewicht zu tun haben."
- Die Kinderbuch-Autorin Isolde Österreicher aus Sölling
- Foto: privat
- hochgeladen von Roland Mayr
Die Bücher richten sich "in erster Linie an jene Kinder, die sich in den Büchern wiederfinden. Sie sehen: Ich werde erkannt und ernst genommen, wie ich bin. Das ist wichtig! Wir bieten Lösungen an und geben Tipps. Die Bücher sollen Eltern, Pädagoginnen und Pädagogen, Therapeutinnen und Therapeuten in der Eltern-Kind-Beratung unterstützen. Aber letztlich sind die Bücher für uns alle, denn jeder von uns hat sein Päckchen zu tragen."
Zum Inhalt
Der kleine Schneeleopard Leo verreist mit seiner Familie. Da Leo leicht sein Gleichgewicht verliert, traut er sich den schwierigen Weg nicht zu. Mit Heidi Hummels Hilfe geht es doch.
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