Volksbefragung
Wolkersdorf hat gewählt

Die Initiative "Weiß heißt nein" sieht sich mit fast der Hälfte aller abgegebenen Stimmen als Siegerin.
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  • Die Initiative "Weiß heißt nein" sieht sich mit fast der Hälfte aller abgegebenen Stimmen als Siegerin.
  • Foto: Schrefel
  • hochgeladen von Karina Seidl-Deubner

WOLKERSDORF. Gerade mal 35 Prozent der WolkersdorferInnen nutzten die Volksbefragung, um ihre Meinung zu einem Veranstaltungszentrum in der Stadt kundzutun. Von den 1.169 gültigen Stimmen sprachen sich 22,84 Prozent für den Standort in der Kaiser-Josef-Straße aus. 77,16 Prozent für jenen in der Withalmstraße.
1.164 WolkersdorferInnen – also nur um fünf weniger als alle gültigen Stimmen zusammen – folgten dem Aufruf der überparteilichen Initiative und wählten weiß.
Landtagsabgeordneter und Mitinitiator Kurt Hackl sieht in den 49,9 Prozent "Weiß-WählerInnen" den klaren Auftrag, die Umsetzung zu überdenken. Er fordert einen runden Tisch von GemeinderätInnen und VertreterInnen der Initiative "Weiß heißt nein" mit dem Ziel: "Zusammen eine gemeinsame Lösung für Wolkersdorf zu erarbeiten."
Christian Schrefel von der WUI kann sich nach einem Kassasturz auch eine Null-Variante vorstellen: "Es gilt in der nächsten Legislaturperiode zu klären, ob wir überhaupt einen neuen Saal brauchen oder mit den bestehenden Räumlichkeiten auskommen."

Verbindlich weiß

MIT:uns-Stadtrat Hannes Schwarzenberger war vom Ergebnis überwältigt: "Das ist die Stopp-Taste. Die Bevölkerung lehnt das Projekt in der Form ab." Die Bürgerliste setzt sich für ehrliche Verhandlungen mit der Pfarre ein. Für Schwarzenberger sind die weißen Stimmen der Volksabstimmung verbindlich: "Es ist ein Novum, dass 50 Prozent Weiß wählten."
Für Bürgermeisterin Anna Steindl ein klarer Auftrag zur Umsetzung. "Wir können nicht das Verhaltensmuster der letzten Jahre, immer zurück an den Start zu gehen, fortsetzen. Wir können uns das zweifellos leisten", wischt die Bürgermeisterin Bedenken bezüglich der finanziellen Situation der Stadt vom Tisch.

Errichtungskosten

Die geschätzten Errichtungskosten in der Withalmstraße belaufen sich auf 4,4 Millionen Euro.

Die Initiative "Weiß heißt nein" sieht sich mit fast der Hälfte aller abgegebenen Stimmen als Siegerin.
Das Befragungsergebnis im Detail.

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