Bezirk Mistelbach
Windpark Gnadendorf-Stronsdorf feierlich eröffnet
- EVN Naturkraft Geschäftsführer Helwig Überacker, Communications & Public Affairs Austro Control Markus Pohanka, Bürgermeister von Stronsdorf Johannes Denner, LAbg. und Bürgermeister von Gnadendorf Manfred Schulz und EVN Vorstandssprecher Stefan Szyszkowitz
- Foto: Claudia Müllner
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Rund 500 Besucherinnen und Besucher feierten am 12. Juni 2026 die offizielle Eröffnung des Windparks Gnadendorf-Stronsdorf.
BEZIRK MISTELBACH/GNADENDORF/STRONSDORF. Das Gemeinschaftsprojekt der Gemeinden Gnadendorf und Stronsdorf versorgt bereits rund 26.000 Haushalte mit Ökostrom und setzt mit einer bedarfsgerechten Nachtkennzeichnung einen neuen Maßstab für Windkraftanlagen in Niederösterreich.
Was 2015 mit der Einreichung zum Umweltverträglichkeitsprüfungsverfahren (UVP) begann, fand nun elf Jahre später seinen erfolgreichen Abschluss. Nach dem Baustart im Februar 2025 wurden in den Gemeinden Gnadendorf und Stronsdorf insgesamt sieben moderne Windkraftanlagen errichtet. Seit dem Frühjahr 2026 sind die Anlagen in Betrieb und liefern sauberen Strom für rund 26.000 Haushalte.
- Der Windpark verfügt über eine Gesamtleistung von 28,8 Megawatt. (symbolfoto)
- Foto: pixabay / wal_172619
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Die offizielle Eröffnung wurde am Freitag, dem 12. Juni 2026, mit einem großen Fest gefeiert. Rund 500 Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, den neuen Windpark aus nächster Nähe kennenzulernen. Besonders gefragt waren Kranfahrten mit Ausblick auf die Anlagen sowie geführte Besichtigungen des Windparks.
Vorreiter bei der Nachtkennzeichnung
Der Windpark Gnadendorf-Stronsdorf ist zugleich der erste Windpark in Niederösterreich, bei dem die sogenannte bedarfsgerechte Nachtkennzeichnung umgesetzt wurde. Das bedeutet, dass die roten Warnlichter auf den Windkraftanlagen nachts nur dann aktiviert werden, wenn sich tatsächlich ein Luftfahrzeug nähert.
Die ersten Erfahrungen zeigen die Wirksamkeit des Systems: Im vergangenen Monat waren die Lichter lediglich etwas mehr als eine Stunde eingeschaltet. In rund 99 Prozent der Zeit blieben sie ausgeschaltet. Damit wird die nächtliche Sichtbarkeit der Anlagen für die Bevölkerung deutlich reduziert.
Beitrag zu den Energiezielen
Für Manfred Schulz, Abgeordneten zum NÖ Landtag (ÖVP) und Bürgermeister der Gemeinde Gnadendorf, steht das Projekt beispielhaft für die energiepolitischen Ziele des Landes.
„Niederösterreich setzt konsequent auf heimische, saubere Energiequellen. Bis 2035 soll durch Repowerings und neue Anlagen die Windkraftproduktion in Niederösterreich verdreifacht werden. Ich freue mich, dass ich nun auch in meiner Gemeinde damit ein Zeichen setzen kann und wir den Zielen so einen wichtigen Schritt näherkommen“, betonte Schulz.
- Bürgermeister von Stronsdorf Johannes Denner, LAbg. und Bürgermeister von Gnadendorf Manfred Schulz und EVN Vorstandssprecher Stefan Szyszkowitz.
- Foto: EVN / Claudia Müllner
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Auch Johannes Denner, Bürgermeister (ÖVP) der Marktgemeinde Stronsdorf, hob die Bedeutung des Projekts hervor. Der lange Planungs- und Genehmigungsprozess habe gezeigt, dass sich Geduld auszahle. Die neue Nachtkennzeichnung sei darüber hinaus ein zusätzlicher Vorteil für die Bevölkerung.
Windkraft als Zukunft für die Region
EVN-Vorstandssprecher Stefan Szyszkowitz bezeichnete die Inbetriebnahme des Windparks als wichtigen Meilenstein. Mit dem Projekt ende nicht nur ein langer Entwicklungsprozess, sondern zugleich beginne die Nutzung der Windkraft in den beiden Standortgemeinden. Die erfolgreiche Umsetzung sei nun gemeinsam mit der Bevölkerung gefeiert worden.
Der Windpark verfügt über eine Gesamtleistung von 28,8 Megawatt. Zum Einsatz kommen eine Anlage mit 3,6 Megawatt sowie sechs Anlagen mit jeweils 4,2 Megawatt Leistung. Die Nabenhöhen betragen 117 beziehungsweise 145 Meter, die Rotordurchmesser 126 beziehungsweise 150 Meter.
Neben der Versorgung von rund 26.000 Haushalten leistet der Windpark einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Durch die Stromerzeugung aus Windkraft werden jährlich fast 49.900 Tonnen CO₂ eingespart. Dies entspricht in etwa dem jährlichen Ausstoß von rund 20.000 Pkw.
EVN setzt auf erneuerbare Energien
Die EVN investiert nach eigenen Angaben jährlich durchschnittlich rund eine Milliarde Euro in Versorgungssicherheit, erneuerbare Energie und die Trinkwasserversorgung in Niederösterreich. Die EVN Naturkraft GmbH betreibt als hundertprozentige Tochtergesellschaft der EVN AG insgesamt 65 Wasserkraftwerke, 183 Windkraftanlagen und 29 Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von rund 932 Megawatt. Damit wird Ökostrom für mehr als 1,5 Millionen Menschen erzeugt.
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