21.06.2016, 12:59 Uhr

Spielerisch Lernen in den Ferien

Klatschspiele sind gar nicht so einfach, auch die Erwachsenen dürfen gern probieren. (Foto: M. Rott)

Viele Eltern fragen sich, ob und wie viel ihre Kinder in den Ferien lernen sollten.

Die Ferien haben noch nicht einmal begonnen und Kinder wollen von Schule und Lernen nicht mehr viel wissen. Marianne Rott, Kinesiologin, Lerntrainerin und selbst Mutter eines schulpflichtigen Kindes, hat folgende Tipps parat. „Solange keine Nachprüfung im Herbst bevorsteht ist, Lernen in den Ferien nicht zwingend notwendig. Dennoch ist es vor allem in den ersten beiden Volksschulklassen von Vorteil, das Gelernte in den Ferien zu wiederholen und zu festigen, damit im Herbst der Start ins neue Schuljahr dann leichter klappt."
Egal ob es ums Trainieren bestimmter Lernfähigkeiten geht oder um die tatsächliche Aneignung von Lernwissen: Lernen kann lustig sein und darf Spaß machen! Probieren Sie es mit diesen 5 Spielen und ihr Kind merkt vielleicht gar nicht, dass es lernt.

1. „Ich packe meinen Koffer und nehme mit….“ fördert Aufmerksamkeit, Kreativität und Merkfähigkeit und hilft Langeweile bei Autofahrten zu überbrücken.

2. Klatschspiele wie „Beim Bäcker hat‘s gebrannt“ fallen ebenfalls unter die Kategorie „Trainieren von Lernfähigkeiten“, denn trainiert werden Auge-Handkoordination, die Vernetzung der rechten und linken Gehirnhälfte, was eine gute Vorbereitung fürs Lesen und Schreiben ist.

Wenn es darum geht, konkrete Lerninhalte zu festigen, empfiehlt Marianne Rott:

3. „Stadt-Land-Fluss“ – für größere Kinder in der schriftlichen Form, für jüngere Kinder mündlich mit dem Ziel die Buchstaben zu wiederholen.

4. „Quersummenbilden“ von z.B. Nummernschildern auf langen Autofahrten oder Spaziergängen. Ältere Kinder können auch alle oder beliebige Zahlen des Nummernschildes mitenander multiplizieren.

5. „1 x 1 - Memory“: Nachdem Sie gemeinsam mit ihrem Kind Memorykarten erstellen haben, wobei eine Karte die Malrechnung, die zweite das Ergebnis enthält, stehen ihnen mehrere Spielvarianten offen:
Je nach Schwierigkeitsgrad bzw. Lernfortschritt können Sie eine oder mehrere Malreihen ins Spiel nehmen. Bei Regenwetter wird die klassische Variante am Tisch gespielt, bei Schönwetter verteilen Sie die Karten im Freien. Ziel dieses Lauf-Memorys ist es, die richtigen Kartenpaare an einem zentralen Ort korrekt zusammenzulegen – dabei wird nicht nur das Gedächtnis trainiert und das 1x1 wiederholt, sondern auch fleißig Bewegung gemacht.

Weitere Lernspiele finden sie in Kürze auf der Homepage www.fit-2-learn.at
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