Mondscheingasse
Geisterhaus statt Postzentrale

Das alte Postgebäude im Siebensternviertel zeigt sich mit Graffitis und einer heruntergekommenen Fassade.
  • Das alte Postgebäude im Siebensternviertel zeigt sich mit Graffitis und einer heruntergekommenen Fassade.
  • Foto: Brandl
  • hochgeladen von Sophie Brandl

Das alte Postgebäude an der Ecke Zollergasse/Mondscheingasse steht seit einigen Jahren leer.

NEUBAU. Neubaus wohl verwahrloste Ecke ist die an der Zollergasse und Mondscheingasse. Seit einiger Zeit verfällt hier das alte Postgebäude beim damaligen Eingang der Zollergasse 31. "Was passiert hier eigentlich?", fragen sich Anrainer.

Von einer angeblichen Baustelle und Renovierung ist hier weit und breit nichts zu sehen. Lediglich ein Hinweiszettel der MA 46 (Verkehrsorganisation und technische Verkehrsangelegenheiten) gibt Auskunft. Er weist aktuell darauf hin, dass in der Mondscheingasse 13–15 von 1. August 2019 bis 31. Oktober 2019 eine Baustelleneinrichtung vorgesehen ist.

Jetzt haben wir Februar 2020 und der Zettel hängt noch immer vor der Tür. 1906 wurde hier das Post- und Telegraphenamt vom Architekten Eugen Fassbender errichtet.

Neue Wohnungen

Bereits 2011 stand die Schließung der Post in dem denkmalgeschützten Gebäude zur Debatte. Der damalige Bezirksvorsteher Thomas Blimlinger (Grüne) hat sich für den Erhalt des Gebäudes ausgesprochen.

2011 wurde als weitere Maßnahme eine Unterschriftenaktion gegen die Schließung der Post gestartet. Diese ging von fast 3.000 Neubauern aus. Unterstützung gab es von der SPÖ und den Grünen im Bezirk. Wirkung hat sie keine gezeigt.

Aktuell gehört das Gebäude der BBBMZ Immobilienanlage GmbH. Der Gesellschafter, BBB Holding, bittet für nähere Auskunft um eine E-Mail. Das Warten auf eine Antwort war bis zum Redaktionsschluss vergeblich. Auch auf erneute Nachfrage per Telefon wurde für nähere Auskunft um eine E-Mail gebeten. Die Baupolizei bestätigt jedoch, dass es eine Baubewilligung aus dem Jahr 2015 für die Umgestaltung in ein Wohngebäude mit 27 Wohnungen gibt. Weiters sind zwei Garagen für 25 Stellplätze geplant.

"Da das Gebäude unter Denkmalschutz steht, wurde auch eine denkmalschutzrechtliche Bewilligung eingeholt. Die Arbeiten gehen allerdings nur langsam voran, möglicherweise auch wegen der Auflagen des Bundesdenkmalamts", ergänzt Gerhard Cech, Abteilungsleiter von der Baupolizei. Was also im Gebäudeinneren passiert, ist derzeit unklar.

Bezirksvorsteher Markus Reiter (Grüne) wünscht sich für das denkmalgeschützte Gebäude eine Belebung im Grätzel. Neuigkeiten zu einem Umbau sind jedoch auch hier nicht bekannt. Es gab lediglich das Gerücht, dass in dem Gebäude ein Hostel entstehen soll. Eine Umsetzung ist aber nicht geplant, da der Bezirk dieses Vorhaben nicht befürwortet.

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Autor:

Sophie Brandl aus Alsergrund

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