Pilotprojekt
SPÖ will Verleihboxen für Spiel- und Sportgeräte in Neubauer Parks
- Die SPÖ Neubau möchte ein System für Parkanlagen entwickeln, mit welchem man sich kostenlos Spielgerät ausborgen kann. Entsprechende Boxen gibt es etwa schon in Bratislava.
- Foto: Alexander Barkoczi
- hochgeladen von Pia Rotter
Vor allem die Jugend kennt es vielleicht: Man ist mit Freuden im Park, der Basketballplatz steht bereit. Allerdings fehlt ein Ball. Um eine öffentliche Lösung zu bieten, möchte die SPÖ ein Pilotprojekt am Neubau starten. Die Partei will Verleihboxen für Spiel- und Sportgeräte in Parks errichten lassen.
WIEN/NEUBAU. Ein spontanes Tischtennismatch oder eine Runde Basketball im Park scheitert manchmal an der fehlenden Ausrüstung. Mit Verleihboxen für Spiel- und Sportgeräte will die SPÖ das ändern. In der vergangenen Bezirksvertretungssitzung am 25. Juni brachte die Partei einen entsprechenden Antrag ein. Der Antrag wurde einstimmig der Sozialkommission zugewiesen.
„Trotz der begrenzten Freiflächen wurde am Neubau in den öffentlichen Parkanlagen ein vielfältiges Angebot an Freizeitaktivitäten geschaffen“, sagt Bezirksvorsteher-Stellvertreter Senad Lačević (SPÖ). Dazu zählen etwa Beachvolleyballplätze, Tischtennisplatten, Fußball- und Basketballplätze sowie Fitnessanlagen.
Für viele dieser Angebote brauche es zusätzliches Equipment, das nicht jeder Haushalt besitze oder bei einem Parkbesuch dabeihabe. Verleihboxen könnten daher helfen, die vorhandenen Möglichkeiten besser zu nutzen und spontanes Spielen zu erleichtern.
Josef-Strauß-Park als Versuch
Als Standort für einen ersten Versuch kommt laut Lačević der Josef-Strauß-Park infrage. Dort gibt es neben einem Fußball- und Basketballplatz auch einen Volleyballplatz, Tischtennisplatten und einen Fitnessbereich. „Aufgrund dieses breiten Angebots wäre der Josef-Strauß-Park ein geeigneter Standort, um die Aufstellung von Verleihboxen für Sport- und Spielgeräte zunächst im Rahmen eines Pilotprojekts zu erproben“, erklärt der Bezirksvorsteher-Stellvertreter.
- Bezirksvize Lačević macht sich für die Verleihboxen stark.
- Foto: Rene Wallentin
- hochgeladen von Salme Taha Ali Mohamed
Welche Geräte tatsächlich angeboten werden könnten, hängt vom jeweiligen Park ab. Denkbar seien Bälle für verschiedene Ballsportarten, Tischtennisschläger-Sets und Bocciakugeln. Für Fitnessanlagen könnte es etwa Widerstandsbänder oder Kettlebells geben.
Ausleihe per App und QR-Code
Bei der Nutzung stellt sich die SPÖ ein System ähnlich dem WienMobil-Radverleih vor. Nach einer einmaligen Registrierung könnten Interessierte die Geräte über eine App und mittels QR-Code für einen festgelegten Zeitraum ausleihen, beispielsweise für 60 oder 90 Minuten. „Idealerweise wäre die Nutzung innerhalb dieses Zeitraums kostenlos oder zumindest gegen einen geringen Beitrag möglich“, sagt Lačević. Bei einer längeren Nutzung könnte ein fixer Tarif für die zusätzliche Zeit anfallen.
Wie viel die Boxen kosten würden, wer sie betreibt und wer sich um Wartung und beschädigte Geräte kümmert, ist noch offen. Für solche Fragen gebe es laut Lačević bereits Anbieter entsprechender Verleihsysteme.
Am Dienstag, 10. November, soll der Antrag in der Sozialkommission diskutiert werden. Dabei sollen offene Fragen gemeinsam mit den zuständigen Dienststellen und den Mitgliedern der Bezirksvertretung geklärt werden. Eine Magistratsabteilung wurde daher bislang noch nicht mit der Umsetzung beauftragt. Sollte das Pilotprojekt auf positive Resonanz stoßen, sieht der Antrag eine Ausweitung auf weitere Parks am Neubau und später auf ganz Wien vor.
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