Alpine Notlagen
Puchbergs Retter - Immer mehr „Turnschuh-Alpinisten“ in Notlage

Immer im Training: Hier Übung im neuen Bikepark bei Losenheim. | Foto: Bergrettung Puchberg
3Bilder
  • Immer im Training: Hier Übung im neuen Bikepark bei Losenheim.
  • Foto: Bergrettung Puchberg
  • hochgeladen von Thomas Santrucek

Bergrettung Puchberg: Weniger Einsätze, aber mehr schwere Notfälle.

PUCHBERG. Die Bergrettung Puchberg wurde im ersten Halbjahr 2026 zu 16 Einsätzen alarmiert. Das sind zwar um fünf Einsätze weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, die Herausforderungen für die ehrenamtlichen Einsatzkräfte nahmen jedoch deutlich zu. Besonders tragisch: Während es im ersten Halbjahr 2025 keinen tödlichen Einsatz gab, musste die Bergrettung heuer bereits zwei tödliche Bergunfälle bewältigen.

"Unsere Bergretterinnen und Bergretter haben auch heuer wieder alles gegeben. Für dieses ehrenamtliche Engagement und die Einsatzbereitschaft rund um die Uhr sagen wir ein großes Danke."
Ortsstellenleiter Gerhard Lesch

Ein Teil des Fuhrparks der Bergrettung Puchberg. | Foto: Bergrettung Puchberg
  • Ein Teil des Fuhrparks der Bergrettung Puchberg.
  • Foto: Bergrettung Puchberg
  • hochgeladen von Thomas Santrucek

Auffällig ist die steigende Zahl an Einsätzen, bei denen die Betroffenen zwar unverletzt sind, sich aber aus eigener Kraft nicht mehr aus einer alpinen Notlage befreien können. Orientierungslosigkeit, Erschöpfung, mangelnde Ausrüstung oder eine Fehleinschätzung des Geländes führen immer häufiger zu Rettungseinsätzen – vor allem bei Dunkelheit oder Wetterumschwüngen.

Die Gründe für Notlagen ohne Verletzung

"Mittlerweile betrifft rund jeder dritte Einsatz unverletzte Personen, die dennoch in einer ausweglosen Situation sind", erklärt Lesch. Als Hauptursachen nennt er unzureichende Tourenplanung, fehlende alpine Erfahrung und ungeeignete Ausrüstung. „Turnschuh-Alpinisten haben leider Hochsaison. Deshalb informieren wir laufend über die richtige Vorbereitung und Ausrüstung.“
Die Zahl der verletzten Personen ging von acht auf fünf zurück. Gleichzeitig steigen die Einsatzdauer und die Anforderungen, da Alarmierungen zunehmend in den Abend- und Nachtstunden oder bei schwierigen Wetterverhältnissen erfolgen.

Die Bergretter in den Felsen. | Foto: Bergrettung Puchberg
  • Die Bergretter in den Felsen.
  • Foto: Bergrettung Puchberg
  • hochgeladen von Thomas Santrucek

Auch die Art der Rettungen verändert sich: Wegen Sturm, Nebel oder Dunkelheit mussten die Einsatzkräfte häufiger bodengebundene Rettungen durchführen. Die Zahl der Hubschraubereinsätze sank von zehn auf sechs.

Weiterbildung ist ein Muss

Neben den Einsätzen investierten die Mitglieder der Bergrettung Puchberg zahlreiche Stunden in Aus- und Fortbildungen, um auch künftig für alpine Notfälle bestens gerüstet zu sein.

Das könnte dich auch interessieren

Ein Paradies für Gipfelstürmer & Bergfreunde +++ mit Video
Erlebnisweg mit allen Sinnen genießen und Wallfahrtskirche
Kuhaufkommen beim Almfest-Frühschoppen
Rudi Roubinek fährt bei Oldtimer-Ausflug zu Raimundspielen mit
Immer im Training: Hier Übung im neuen Bikepark bei Losenheim. | Foto: Bergrettung Puchberg
Ein Teil des Fuhrparks der Bergrettung Puchberg. | Foto: Bergrettung Puchberg
Die Bergretter in den Felsen. | Foto: Bergrettung Puchberg
Anzeige
Die IG Windkraft sucht die spannendsten und kreativsten Fotos zum Thema regionale Windkraft.  | Foto: shutterstock.com/TlemeyMJ und Lukas Hirsch
3

Foto einreichen und gewinnen
Mit Windrad-Fotos aus Österreich noch bis 30.9. gewinnen

Im März startete die IG Windkraft gemeinsam mit Exklusiv-Partnerin Wien Energie und Medienpartner MeinBezirk den fünften österreichweiten Windkraft-Fotowettbewerb, der unter dem ÖVF-Patronat läuft. Unter dem Motto „Wind – Kraft der Regionen“ werden die spannendsten und kreativsten Fotos zum Thema regionale Windkraft gesucht. Der diesjährige Fotowettbewerb steht ganz im Zeichen der Regionen, Gemeinden und Menschen, wünschenswert ist ein starker Österreich-Bezug mit viel Lokalkolorit, vom...

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Anzeige
Arzt-Ordi statt Kinderhort? Denkbar, meint Bgm. René Blum. | Foto: Santrucek
3

Gloggnitz im Fokus
Ehemaliger Kinderhort könnte Arzt-Ordi werden

Zwei gemeindeeigene Objekte in Gloggnitz stehen derzeit leer. Für beide gibt es Ideen. GLOGGNITZ. Geht es nach dem neuen Gloggnitzer Stadtchef René Blum, wird aus dem ehemaligen alten Rathaus unweit des neuen Schulcampus ein neuer Kindergarten. "Noch ist nichts fix, aber das Objekt wäre dafür tauglich. Der Bedarf für drei Kindergartengruppen und eine Tagesbetreuungseinrichtung für Kleinkinder besteht schließlich." Baustelle Nr. 2 Die zweite Liegenschaft in Stadteigentum ist der ehemalige...

UP TO DATE BLEIBEN

Aktuelle Nachrichten aus Niederösterreich auf MeinBezirk.at/Niederösterreich

Neuigkeiten aus Niederösterreich als Push-Nachricht direkt aufs Handy

Bezirksblätter auf Facebook: MeinBezirk.at/Niederösterreich

ePaper jetzt gleich digital durchblättern

Storys aus Niederösterreich und coole Gewinnspiele im wöchentlichen MeinBezirk.at-Newsletter


Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Karte einbetten

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Code einbetten

Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Foto des Tages einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Du möchtest selbst beitragen?

Melde dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.