Alpine Notlagen
Puchbergs Retter - Immer mehr „Turnschuh-Alpinisten“ in Notlage
- Immer im Training: Hier Übung im neuen Bikepark bei Losenheim.
- Foto: Bergrettung Puchberg
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Bergrettung Puchberg: Weniger Einsätze, aber mehr schwere Notfälle.
PUCHBERG. Die Bergrettung Puchberg wurde im ersten Halbjahr 2026 zu 16 Einsätzen alarmiert. Das sind zwar um fünf Einsätze weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, die Herausforderungen für die ehrenamtlichen Einsatzkräfte nahmen jedoch deutlich zu. Besonders tragisch: Während es im ersten Halbjahr 2025 keinen tödlichen Einsatz gab, musste die Bergrettung heuer bereits zwei tödliche Bergunfälle bewältigen.
"Unsere Bergretterinnen und Bergretter haben auch heuer wieder alles gegeben. Für dieses ehrenamtliche Engagement und die Einsatzbereitschaft rund um die Uhr sagen wir ein großes Danke."
Ortsstellenleiter Gerhard Lesch
- Ein Teil des Fuhrparks der Bergrettung Puchberg.
- Foto: Bergrettung Puchberg
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Auffällig ist die steigende Zahl an Einsätzen, bei denen die Betroffenen zwar unverletzt sind, sich aber aus eigener Kraft nicht mehr aus einer alpinen Notlage befreien können. Orientierungslosigkeit, Erschöpfung, mangelnde Ausrüstung oder eine Fehleinschätzung des Geländes führen immer häufiger zu Rettungseinsätzen – vor allem bei Dunkelheit oder Wetterumschwüngen.
Die Gründe für Notlagen ohne Verletzung
"Mittlerweile betrifft rund jeder dritte Einsatz unverletzte Personen, die dennoch in einer ausweglosen Situation sind", erklärt Lesch. Als Hauptursachen nennt er unzureichende Tourenplanung, fehlende alpine Erfahrung und ungeeignete Ausrüstung. „Turnschuh-Alpinisten haben leider Hochsaison. Deshalb informieren wir laufend über die richtige Vorbereitung und Ausrüstung.“
Die Zahl der verletzten Personen ging von acht auf fünf zurück. Gleichzeitig steigen die Einsatzdauer und die Anforderungen, da Alarmierungen zunehmend in den Abend- und Nachtstunden oder bei schwierigen Wetterverhältnissen erfolgen.
- Die Bergretter in den Felsen.
- Foto: Bergrettung Puchberg
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Auch die Art der Rettungen verändert sich: Wegen Sturm, Nebel oder Dunkelheit mussten die Einsatzkräfte häufiger bodengebundene Rettungen durchführen. Die Zahl der Hubschraubereinsätze sank von zehn auf sechs.
Weiterbildung ist ein Muss
Neben den Einsätzen investierten die Mitglieder der Bergrettung Puchberg zahlreiche Stunden in Aus- und Fortbildungen, um auch künftig für alpine Notfälle bestens gerüstet zu sein.
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