Uni-Absolventin am Wort
Was Ternitz in Sachen Betriebsgebiet tun sollte

Vizebürgermeister LA Christian Samwald auf der Suche nach geeigneten Standorten für ein weiteres Betriebsgebiet in Ternitz.
  • Vizebürgermeister LA Christian Samwald auf der Suche nach geeigneten Standorten für ein weiteres Betriebsgebiet in Ternitz.
  • Foto: Robert Unger/Stadtgemeinde Ternitz
  • hochgeladen von Thomas Santrucek

BEZIRK NEUNKIRCHEN (unger). Die gemeindeeigenen Betriebsgebiete sind allesamt verkauft, weshalb die Stadtgemeinde eine Erweiterung angedacht und über die Diplomarbeitsbörse eine Potenzialanalyse beauftragt hat.
 

Analyse von Tanja Müller

Die BWL-Absolventin Tanja Müller hat in ihrer Masterarbeit wissenschaftlich analysiert, ob und an welchem Standort Ternitz ein Betriebsgebiet in Angriff nehmen sollte. Präsentiert hat sie die Ergebnisse den Vertretern der Stadtgemeinde Ternitz am 30. Oktober - und auf eine bereits gewidmete Gewerbefläche von 6 Hektar verwiesen.
 Bürgermeister Rupert Dworak: "Die Masterarbeit ist über die Online-Plattform "Diplomarbeitsbörse Regionalentwicklung" entstanden, ein Leader-Kooperationsprojekt in Niederösterreich, an dem auch die Region NÖ-Süd und somit auch die Stadtgemeinde Ternitz partizipiert."
In nur sechs Monaten hat Tanja Müller, mittlerweile Absolventin der Studienrichtung Betriebswirtschaftslehre an der Universität Wien, ihre Masterarbeit "Potenzialanalyse für ein Betriebsgebiet in Ternitz" abgeschlossen. Neben einer umfassenden Online-Befragung Ternitzer Unternehmen hat sie wissenschaftliche Fachliteratur analysiert.
 

Das rät Tanja Müller

Die Empfehlungen Müllers lauten: die hohe Lebensqualität für Unternehmen halten, ansässige Unternehmen zu Aushängeschildern der Stadt machen, ein attraktives Stadtzentrum schaffen, eine unternehmensfreundliche Verwaltung etablieren und den Breitbandausbau zu forcieren. Auch Ansiedlungsprämien für potenzielle Betriebsgründer und interkommunal zu agieren sind weitere Empfehlungen für die Etablierung eines Betriebsgebiets in Ternitz. Interkommunal meint: Nachbargemeinden ins Boot holen, um gegebenenfalls gemeinsam über die Gemeindegrenzen hinweg einen Standort zu schaffen.
 

Spinnerei Rohrbach hat Potential

 „Betriebsgebiete sind im Wiener Umland bis weit in das südliche Niederösterreich kaum noch erschwinglich. Das ist unsere große Chance auf weitere Betriebsansiedlungen. Wir werden das Thema Betriebsgebiet Ternitz jedenfalls weiter verfolgen. Der wissenschaftliche Boden ist bereitet. Großes Potenzial hat sicher auch die von Tanja Müller in ihrer Masterarbeit angesprochene Fläche im Bereich der Spinnerei Rohrbach. Wir werden dieses Konzept weiter verfolgen und Gespräche mit den Grundeigentümern führen“, sagt Vizebürgermeister LA Christian Samwald zur Zukunft eines möglichen weiteren Betriebsgebiets Ternitz.

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