05.04.2017, 08:00 Uhr

Stadt Ternitz leistet sich einen "Sicherheitspartner"

v.l.: Stadtrat Peter Spicker, Insp. Robert Muhr (Polizeiinspektion Ternitz), Gerhard Zwinz, Bürgermeister Rupert Dworak. (Foto: Unger)

Bezirk Neunkirchen. Die Bezeichnung "Stadtsheriff" soll auf den neuen Sicherheitsbeauftragten des Rathauses eigentlich nicht wörtlich zutreffen.

TERNITZ (pz). Dessen Waffen dürfen nicht der Colt oder die Winchester sein, sondern Gesprächsbereitschaft, Verhandlungsgeschick und Beobachtungsgabe.
Also: Gerhard Zwinz wird der neue "Sicherheitspartner" der Stadt.

Die Bezirksblätter fragten nach: Wozu braucht Ternitz einen Sicherheitspartner, hat Ternitz ein Sicherheitsproblem?
Bürgermeister Rupert Dworak: Wir orten eine wachsende Drogenszene, vor allem der Drogenverkauf am Bahnhof und in Bahnhofsnähe macht Probleme. Weiters stecken uns noch die Vorfälle von Kleinkriminellen-Banden u.a. im Freibad 'Blub' in den Knochen. Dort wurden Badegäste bedroht und bestohlen.

Kann die Polizei diesen Part nicht erfüllen?
Dworak: Die Polizei kann nicht überall sein und sich schon gar nicht stundenlang auf die Lauer legen. Unser Sicherheitsmann wird die Szene beobachten, in unregelmäßigen Abständen an verschiedenen Orten auftauchen und der Polizei Vorfälle melden.

Wem untersteht der Mann?
Dworak: Er ist der Polizei meldepflichtig, muss sich permanent mit ihr kurzschließen. Aber angestellt ist er bei der Gemeinde als Bauhofmitarbeiter.
Die bösen Buben kommen doch erst nachts?

Dworak: Der Sicherheitspartner wird im wahrsten Sinne des Wortes die '2. Schicht' schieben. Also sicher auch in der Dämmerung und nachts seinen Job machen. Gerade am Bahnhof ist das wichtig. Auch am Wochenende wird verstärkt kontrolliert.
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