13.02.2018, 09:00 Uhr

Eine Zeile schürt Angst

Die Steinthal-Deponie im Gemeindegebiet Seebenstein lud im Vorjahr zu einen Tag der offenen Tür, um Ängste von Bürgern zum Thema Müll zu zerstreuen. Jetzt sorgt eine Textzeile für Wirbel. (Foto: Fotomontage: Julia Sensari)

Für Unruhe sorgte die Passage zu "radioaktiven Abfällen" im Annahmekatalog der Steinthal-Deponie.

BEZIRK NEUNKIRCHEN. In der Schlüsselnummer 71101 des Abfallannahmekataloges der Steinthaldeponie wurde die Sammelerlaubnis für radioaktive Abfälle ausgewiesen. Eine Nachricht, die in der Naturpark-Gemeinde mit Entsetzen aufgenommen wurde.
"Stimmt nicht", wurde seitens der Steinthal-Deponie beschwichtigt und zum Beweis wurde der aktuelle Annahmekatalog der Deponie vorgelegt. Und darin war tatsächlich keine Rede mehr von Sammelerlaubnis für radioaktive Abfälle.

Ziffernsturz war Schuld

Dr. Josef Muttenthaler, Leiter der Abteilung für Umwelt- und Energierecht (RU4) des Landes, klärte auf Bezirksblätter-Anfrage auf, wie sich dieser schwerwiegende Fehler einschleichen konnte: "Bei der Übertragung der SN (Sammelnummer – Anm. d. Red. in das Elektronische Datenmanagement Umwelt-Portal ist irrtümlich – infolge eines Ziffernsturzes; 91101=Siedlungsabfälle und ähnliche Gewerbeabfälle; 71101=radioaktive Abfälle – die SN 71101 eingegeben worden." Eben diese Nummer entspricht radioaktiven Abfällen. "Dieser Irrtum wurde im Dezember 2017 korrigiert", so Dr. Muttenthaller.

"Radioaktive Abfälle dürfen in dieser Anlage weder abgelagert (deponiert) noch zwischengelagert werden."
Dr. J. Muttenthaler

180 zu 307

Seitens der RU4 wird allerdings auch ausgewiesen, dass für die Steinthal-Deponie Seebenstein Bewilligungen für das Sammeln von 180 gefährlichen Abfällen, für das Sammeln und Behandeln von 307 nicht gefährlichen Abfallarten sowie für das Sammeln nicht gefährlicher Abfälle für 64 Abfallarten vorliegen.
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