Neusiedl am See
Asbest-Fund direkt beim Feuerwehrhaus bestätigt
- Beim Spaziergang mit seinem Hund ist einem Passanten das verdächtige Material aufgefallen.
- Foto: zVg
- hochgeladen von Sandra Koeune
Der Asbest-Skandal in Ostösterreich erreicht einen weiteren Standort im Nordburgenland. Auf der Rückseite des Feuerwehrhauses in Neusiedl am See, im Bereich Oberer Satzweg/Ecke Weinbergstraße, befindet sich nach vorliegenden Informationen ein rund zehn Meter langer und etwa einen Meter breiter Streifen mit asbesthaltigem Schotter.
NEUSIEDL AM SEE. Der seit Monaten bekannte Asbest-Skandal im Burgenland beschäftigt nun auch die Stadt Neusiedl am See. Auf der Rückseite des Feuerwehrhauses, im Bereich Oberer Satzweg/Ecke Weinbergstraße, befindet sich ein rund zehn Meter langer und etwa einen Meter breiter Streifen mit Asbestschotter. Die Proben wurden von einem Passanten entnommen und bei der Bezirkshauptmannschaft angezeigt. Ein Gutachten bestätigte nun den Asbestinhalt. Wie hoch die konkrete Belastung des Schotterstreifens beim Feuerwehrhaus in Neusiedl am See ist und ob bereits Maßnahmen zur Sicherung oder Entfernung geplant sind, ist derzeit offen.
Asbestfälle im Burgenland
Der Fund reiht sich in eine Vielzahl bekannt gewordener Belastungen im Burgenland ein. Seit Jahresbeginn sind im Burgenland zahlreiche Fundstellen bekannt geworden. Greenpeace hatte im Jänner erstmals massive Belastungen durch asbesthaltiges Gestein öffentlich gemacht. Untersuchungen ergaben unter anderem in Oberwart, Rechnitz und Neumarkt im Tauchental teils Asbestanteile von mehr als 50 Prozent. Bereits ab 0,1 Prozent gilt asbesthaltiges Material als gefährlicher Abfall. Im Februar wurden auch im Nordburgenland belastete Standorte bekannt. Bei Proben aus Winden am See und Breitenbrunn wurden laut Greenpeace ebenfalls hohe Asbestanteile festgestellt.
- Die betroffene Fläche befindet sich hinter dem Feuerwehrhaus in Neusiedl am See.
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Welche Gefahr besteht?
Asbest ist in Österreich seit 1990 verboten. Das Material ist insbesondere dann problematisch, wenn Fasern freigesetzt und eingeatmet werden können. Das kann etwa durch Abrieb oder die Bearbeitung von Schotter geschehen. Die Fasern können tief in die Lunge gelangen und schwere Erkrankungen verursachen. Vom Land Burgenland wurde eine Taskforce ins Leben gerufen die Luftmessungen zur Asbestbelastung präsentierten. Die Taskforce hält dazu fest, dass auf den beprobten Plätzen keine akute Gefahr bestehe. Mittelfristig soll das belastete Material fachgerecht entfernt werden. Greenpeace fordert eine systematische Erhebung und die rasche Entfernung besonders sensibler Fundstellen.
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