Süße Früchte aus dem Burgenland
Warum der Seewinkel ideal für den Melonenanbau ist
- Sieben Betriebe bauen im Burgenland bereits Melonen an.
- Foto: Dorottya Fejes/MeinBezirk
- hochgeladen von Dorottya Fejes
Wassermelone aus dem Burgenland klingt fast schon wie eine Rarität. Die süßen Sommerfrüchte werden aber bereits seit mehreren Jahren erfolgreich im Seewinkel angebaut. Die Familie Tieber aus St. Andrä ist eine von den sieben burgenländischen Betrieben, die Wassermelonen anbauen.
ST. ANDRÄ AM ZICKSEE. Seit fast 30 Jahren baut die Familie Tieber auf einem Selbstpflückefeld außerhalb von St. Andrä am Zicksee Gemüse an. Neben Paprika, Fisolen und Zwiebeln wird seit 20 Jahren im Familienbetrieb auch auf Wassermelonen gesetzt. Diese baut Christian Tieber, Leiter von Gemüse Tieber, auf rund 1,5 Hektar an. Im Burgenland werden mittlerweile auf insgesamt 32 Hektar Melonen angebaut. Die Landwirtschaftskammer Burgenland geht davon aus, dass die Anbaufläche künftig weiter steigen wird.
- Christian Tieber leitet gemeinsam mit seiner Freundin den Familienbetrieb in St. Andrä am Zicksee.
- Foto: Dorottya Fejes/MeinBezirk
- hochgeladen von Dorottya Fejes
Die Wassermelonen mögen es dauerhaft sonnig und warm. Aufgrund des hohen Wassergehalts ist auch eine gezielte Bewässerung notwendig. Genau diese idealen Bedingungen gibt es auch im Seewinkel. "Das ist eine eigene Wissenschaft", erklärte Christian Tieber. Der Anbau erfolgt in seinem konventionellen Betrieb meist Mitte Mai und geerntet wird ab Mitte August. Es sei eine sehr empfindliche Pflanze. "Sie braucht viel Wasser, aber zur richtigen Zeit", erklärte Tieber.
Hitze setzt den Wassermelonen zu
Die zwei Hitzeperioden mit Temperaturen von fast 40 Grad und der fehlende Niederschlag haben heuer nicht nur dem Gemüse zugesetzt, sondern auch den Wassermelonen. "Ohne Bewässerung hätten wir heuer keinen Ertrag," so Tieber. Die Wassermelonen können außerdem einen Sonnenbrand in Form von weißlich-gelbe Flecken auf der Schale bekommen. Das Innere würde dann zu gären oder verderben beginnen.
Zwei Melonen pro Quadratmeter
Trotzdem rechnet Tieber heuer mit einem durchschnittlichen Ertrag von rund zwei Melonen pro Quadratmeter. Das sei um einiges besser als letztes Jahr. Damals hatte er fast 70 Prozent Schaden durch Wildverbiss und Krähen, denn er baut Wassermelonen ausschließlich im Freiland an. Die Produktion in Folientunnel wäre für ihn viel zu teuer.
- Die Familie Tieber hat ein 13 Hektar großes Selbstpflückefeld.
- Foto: Dorottya Fejes/MeinBezirk
- hochgeladen von Dorottya Fejes
Der Seewinkel wird oft als der Gemüsegarten von Österreich bezeichnet. Neben den traditionellen Sorten könnte künftig also auch die Wassermelone eine wichtigere Rolle in der burgenländischen Landwirtschaft spielen. Das wärmere Klima bietet dafür grundsätzlich gute Voraussetzungen.
MeinBezirk auf
MeinBezirk als
Du möchtest kommentieren?
Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.