Extreme Temperaturen
Paradeiser-Bauern im Burgenland bangen um Ernte, Blüten verbrennen
- Die Österreicherinnen und Österreicher essen im Durchschnitt jährlich 30 Kilogramm Paradeiser.
- Foto: Dorottya Fejes/MeinBezirk
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Die anhaltende Hitzewelle macht es auch den burgenländischen Paradeisproduzenten zu schaffen. Aufgrund der hohen Temperaturen würden Blüten und junge Früchte verbrennen. Noch sei die Produktion gesichert, doch in den kommenden Wochen könnten sogar Lieferengpässe entstehen. Am Tag der Paradeiser, am 8. August, will die Landwirtschaftskammer das Nachtschattengewächs wieder in den Mittelpunkt stellen.
BURGENLAND. Im Burgenland werden auf einer Fläche von 61 Hektar Paradeiser angebaut. Der Großteil (51 Hektar) entfällt auf Gewächshäuser und Folientunnel. Rund zehn Hektar werden im Freiland bewirtschaftet. Das Burgenland ist damit flächenmäßig das größte Paradeiseranbauland Österreichs. Hier wurden im letzten Jahr rund 17.950 Tonnen Paradeiser geerntet.
- Die Paradeiser machen im Burgenland laut der Landwirtschaftskammer 29 Prozent des jährlichen Gemüseertrages aus.
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"Es ist eine Vitaminbombe und das Lieblingsgemüse von Herr und Frau Burgenländerin und Burgenländer", erklärte LK-Präsident Nikolaus Berlakovich. Derzeit gibt es weltweit rund 2.500 Paradeisersorten von denen circa 25 für die agrarische Hauptproduktion verwendet werden. Die Österreicherinnen und Österreicher essen im Durchschnitt jährlich 30 Kilogramm Paradeiser, das ist laut Berlakovich fast doppelt so viel wie noch vor 20 Jahren.
Paradeiser aus dem Seewinkel
Über diesen Trend zeigt sich auch die Familie Sattler erfreut. Sie bauen seit 2002 Paradeiser in Tadten (Bezirk Neusiedl am See) an. Der Familienbetrieb wird derzeit in der zweiten Generation von Lukas Sattler geführt und hat sich vor allem auf Cherry- und Kirschparadeiser spezialisiert. Aufgrund der Hitze verbrennen derzeit bei einigen Paradeiserkulturen die Blüten und die jungen Früchte. "Das könnte in einigen Wochen auch tatsächlich zu Lieferengpässen führen", erklärte Sattler. Neben der anhaltenden Hitze würden auch die erhöhten Lohn- und Betriebskosten die Betriebe vor Herausforderungen stellen. Hinzu kommt der Wettbewerb aus Drittstaaten, wo die Produktionsstandards deutlich niedriger sind und dadurch auch ihre Preise. "Wenn wir uns die aktuelle Situation anschauen, ist das eigentlich die schwierigste in den letzten 20 Jahren", erklärte Sattler.
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