Pionierprojekt der Zukunft
Erster Olivenhain auf der Parndorfer Platte

Die beiden "AgroRebels" Philipp und Markus Fink mit Bürgermeister Robert Kovacs und Bürgermeister Gerhard Bachmann.  | Foto: Victoria Nagy
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In Gattendorf, mitten auf der Parndorfer Platte, entsteht ein innovatives Pilotprojekt, das vielversprechende Möglichkeiten für die Landwirtschaft in der Region aufzeigt. Hier, auf einem ehemaligen Weingarten, wächst der erste Versuchs- und Schauhain für Olivenbäume. Geleitet wird das Projekt von Markus Fink, dem wissenschaftlichen Leiter des Vereins "AgroRebels", der sich auf alternative landwirtschaftliche Konzepte spezialisiert hat.

GATTENDORF. Die Bodenbedingungen seien ideal, erklärt Markus Fink. "Olivenbäume haben ähnliche Ansprüche wie Weintrauben. Dank der klimatischen Veränderungen und der sonnigen Hanglage bietet dieser Standort perfekte Voraussetzungen", so Fink. Der Hain umfasst eine Fläche von 2000 Quadratmetern und beherbergt nicht nur Olivenbäume, sondern auch Feigen, Granatäpfel und Pfirsiche. Der Boden werde zusätzlich mit Klee angereichert, der als Lockerungsmittel dient und wichtige Nährstoffe liefert.

Winter als Herausforderung

Insgesamt wurden 90 Olivenbäume gepflanzt, die sich bereits gut eingewurzelt haben. Es handelt sich um verschiedene Olivensorten, die sich in unterschiedlichen Wachstumsstadien befinden. Die größte Herausforderung für die Bäume werde der Winter sein. "Olivenbäume können Temperaturen bis zu minus zehn Grad aushalten. Aber wir müssen beobachten, wie sie mit den teils harschen Wetterbedingungen hier umgehen", sagt Fink. 

Zwei Generationen Innovation: Philipp und Markus Fink | Foto: Victoria Nagy
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Drei Jahre auf Beobachtung

Der Schauhain in Gattendorf ist nicht das erste Projekt dieser Art. Bereits 2019 starteten die "AgroRebels" einen ersten Olivenhain in Mörbisch am See. Die Idee hinter diesen Initiativen ist, den landwirtschaftlichen Herausforderungen des Klimawandels mit neuen Ansätzen zu begegnen. "Unser Kerngedanke ist, diese Projekte für die nächste Generation zu entwickeln. Der Klimawandel ermöglicht uns, in Regionen wie hier Pflanzen anzubauen, die früher undenkbar gewesen wären", so der Experte. 

Das Projekt sei vorerst auf drei Jahre angelegt, in denen intensiv beobachtet wird, ob und wie die Olivenbäume gedeihen. Der Olivenhain wird vom Bürgermeister der Gemeinde Gattendorf, von einheimischen Firmen und Lokalpolitikern sowie Finks Firma, Pannonia Palmen finanziert und unterstützt.

Der Olivenhain in Gattendorf auf der Parndorfer Platte erstreckt sich auf 2.000 Quadratmetern.  | Foto: Victoria Nagy
  • Der Olivenhain in Gattendorf auf der Parndorfer Platte erstreckt sich auf 2.000 Quadratmetern.
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"Chance für die Region"

Neben den Olivenhainen hat "AgroRebels" auch das Konzept der "Pannonia Palmen" ins Leben gerufen. Dadurch wolle man die klimaresistenten Pflanzen in der Region etablieren, die nicht nur die landwirtschaftliche Vielfalt bereichern, sondern auch wirtschaftliche Chancen für die Region bieten. 

Bürgermeister Robert Kovacs, Gattendorf: "Dieses Projekt liegt mir sehr am Herzen, weil es zeigt, wie wir in unserer Region innovativ auf die Herausforderungen des Klimawandels reagieren können. Es ist ein Schritt in die Zukunft, der uns allen zugutekommt." Ähnlich sieht das Bürgermeister Gerhard Bachmann aus Deutsch Jahrndorf: "Die Olivenbäume stehen für einen neuen Weg, den wir mutig beschreiten. Es ist nicht nur eine Herausforderung, sondern eine Chance, der Region eine zusätzliche Perspektive zu geben."

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