Lehre in Edelstal
Hartl-Springer über ihre Ausbildung zur Lebensmitteltechnikerin
- Angelina Hartl-Springer absolviert ihr viertes Lehrjahr zur Lebensmitteltechnikerin bei Coca-Cola HBC Österreich.
- Foto: Coca-Cola HBC Österreic
- hochgeladen von Sandra Koeune
Präzision im Labor, technisches Verständnis und Einblicke in den gesamten Produktionsprozess: Hartl-Springer absolviert bei Coca-Cola HBC Österreich in Edelstal eine Ausbildung zur Lebensmitteltechnikerin.
EDELSTAL. Im Interview erzählt Hartl-Springer von ihrem Alltag im Labor und den Chancen eines technischen Berufs.
- Warum haben Sie sich für die Ausbildung zur Lebensmitteltechnikerin entschieden?
Ich wollte nach der Schule einen Beruf erlernen, der Theorie und Praxis miteinander verbindet. Genau das bietet die Ausbildung zur Lebensmitteltechnikerin: Einerseits arbeitet man im Labor sehr präzise, andererseits hat man mit modernen Produktionsanlagen und technischen Abläufen zu tun. Außerdem war mir wichtig, einen zukunftssicheren Beruf in einem internationalen Unternehmen wie Coca-Cola HBC Österreich zu erlernen. Besonders motivierend finde ich, dass man am Ende des Tages sieht, was man geschaffen hat.
- Welche Aspekte finden Sie an dieser Lehre besonders interessant?
Besonders spannend finde ich die Vielseitigkeit der Ausbildung. Bei Coca-Cola HBC Österreich durchläuft man verschiedene Abteilungen, wodurch man Erfahrungen entlang des gesamten Produktionsprozesses sammelt. Von der Mikrobiologie im Labor über die Sirup-Herstellung bis hin zur Abfüllung an den Produktionslinien lernt man alle Schritte kennen. Dadurch versteht man, wie aus einzelnen Zutaten am Ende ein fertiges Getränk wird.
- Wie sieht ein typischer Arbeitstag in Ihrem Beruf aus?
Derzeit bin ich in der Mikrobiologie tätig, was mir besonders viel Freude bereitet. Mein Arbeitstag beginnt meist mit der Entnahme von Proben aus der Produktion, beispielsweise von Mineralwasser oder Limonaden. Anschließend untersuche ich diese im Labor mit dem Mikroskop und lege Kulturen an. Dabei kontrolliere ich, ob alle Qualitäts- und Hygienestandards eingehalten werden. Das bringt viel Verantwortung mit sich, denn unser Ziel ist es, sicherzustellen, dass jede Flasche in einwandfreier Qualität bei den Konsumentinnen und Konsumenten ankommt.
Präzision und Sorgfalt
- Welche technischen Kenntnisse und Fähigkeiten sind in Ihrem Arbeitsalltag besonders wichtig?
Präzision und Sorgfalt spielen eine zentrale Rolle. Im Labor ist genaues Arbeiten beispielsweise beim Pipettieren oder bei mikrobiologischen Untersuchungen besonders wichtig. In der Produktion wiederum braucht man technisches Verständnis, um die Anlagen und deren Steuerung zu verstehen. Man sollte Abläufe schnell erfassen können, um bei Fehlern oder Störungen rasch die richtigen Maßnahmen zu setzen.
- Was war bisher die größte Herausforderung in Ihrer Ausbildung?
Zu Beginn war für mich der Wechsel zwischen den verschiedenen Abteilungen die größte Herausforderung. Jede Abteilung hat eigene Aufgaben, Arbeitsweisen und technische Systeme, in die man sich zunächst einarbeiten muss. Das war anfangs anspruchsvoll, hat mir aber geholfen, schnell dazuzulernen und selbstständiger zu werden.
- Wie erleben Sie die Arbeit in einem technischen Beruf, in dem nach wie vor viele Männer tätig sind?
Für mich spielt das im Arbeitsalltag keine Rolle. Bei Coca-Cola HBC Österreich fokussieren wir uns darauf, gemeinsam als ein Team zusammen zu arbeiten. Entscheidend ist, dass man engagiert ist und seine Aufgaben gut erfüllt. Ich wurde von meinen Kolleg:innen von Anfang an sehr offen aufgenommen und in meiner Weiterentwicklung gefördert.
Chancengleichheit
- Welche Unterstützung und Entwicklungsmöglichkeiten bietet Coca-Cola HBC Österreich Frauen in technischen Berufen?
Coca-Cola HBC Österreich ist ein Arbeitgeber, der auf Chancengleichheit sowie Vielfalt großen Wert legt und wurde dementsprechend mit dem Gütesiegel equalitA des Bundesministeriums für Arbeit und Wirtschaft für die innerbetriebliche Frauenförderung ausgezeichnet. Das Siegel wird an Unternehmen, Organisationen und öffentliche Einrichtungen vergeben, die sich besonders für die Gleichstellung der Geschlechter einsetzen. Frauen haben unabhängig von ihrer Position oder ihrem Tätigkeitsbereich dieselben Entwicklungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten wie alle anderen Mitarbeitenden. Wer Interesse zeigt und Verantwortung übernehmen möchte, wird dabei aktiv unterstützt.
- Welche Möglichkeiten und Perspektiven bietet die Ausbildung zur Lebensmitteltechnikerin?
Die Ausbildung eröffnet viele unterschiedliche Karrierewege. Nach der Lehre kann man sich beispielsweise auf Labor- und Qualitätsthemen spezialisieren oder eine Laufbahn in der Produktion einschlagen. Coca-Cola HBC Österreich bietet hierfür zahlreiche interne Schulungen und Entwicklungsmöglichkeiten. Da die Lebensmittelbranche ein sehr stabiles Umfeld bietet, schafft die Ausbildung eine ausgezeichnete Grundlage für eine weitere erfolgreiche berufliche Zukunft.
- Was würden Sie jungen Frauen sagen, die sich für einen technischen oder naturwissenschaftlichen Beruf interessieren?
Traut euch und probiert es aus! Lasst euch nicht einreden, dass Technik oder Naturwissenschaften nur etwas für Männer sind. Wenn man neugierig ist und Spaß daran hat zu sehen, wie Dinge funktionieren, ist dieser Bereich genau das Richtige. Man wächst mit den Herausforderungen, lernt jeden Tag etwas Neues und es ist ein motivierendes Gefühl zu zeigen, dass Frauen genauso selbstverständlich im Labor, an modernen Anlagen oder in technischen Bereichen arbeiten können.
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