Praxistest
„Exoskelett“ im Arbeitseinsatz bei Rosenbauer und Rewe

v.l.: Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner mit Rosenbauer-Mitarbeiter Elias Rashid, der demonstrierte, wie sich ein Exoskelett in der Praxis einsetzen lässt.
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  • v.l.: Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner mit Rosenbauer-Mitarbeiter Elias Rashid, der demonstrierte, wie sich ein Exoskelett in der Praxis einsetzen lässt.
  • Foto: Land OÖ/Kauder
  • hochgeladen von Ingo Till

Ein gemeinsames Forschungsprojekt der Linzer Johannes Kepler Uni (JKU) und der Technischen Universität (TU) Graz beschäftigte sich mit dem Praxis-Potenzial sogenannter „Exoskelette“ – mit Vorstellungen aus Science-Fiction-Filmen haben diese Assistenzsysteme übrigens nur wenig gemein.

LEONDING. Exoskelette sollen den menschlichen Körper vor allem unterstützen und entlasten – beispielsweise bei Hebe- oder Schlichtarbeiten. Entsprechend erprobt wurden die von der oö. Vertriebsfirma awb zur Verfügung gestellten Geräte nun im Arbeitseinsatz beim Feuerwehrauto-Produzenten Rosenbauer in Leonding und an Standorten der Rewe-Group. Grund für den groß angelegten Test war ein gemeinsames Forschungsprojekt der JKU und der TU Graz namens  „EnableMe 50+“.

Ein Drittel weniger Belastung

Bei Rosenbauer wurden 45 Mitarbeiter in Produktion und Logistik mit unterschiedlichen Exoskelett-Typen ausgestattet. Das persönliche Belastungsempfinden sei um fast ein Drittel reduziert worden, so eine der Erkenntnisse aus dem dreijährigen Praxis. Mehr als die Hälfte der Testpersonen habe bestätigt, dass die Exoskelette gut zu ihrem Arbeitsplatz passen würden, sagt Daniel Tomaschko, Technikvorstand der Rosenbauer International AG: „Die hohe Akzeptanz bei den Mitarbeitern motiviert uns, weitere Tests durchzuführen.“

Antwort auf demografischen Wandel

Die Rewe Group ist vom Praxistest ebenso angetan: „Wir sehen dieses Projekt als eine zukunftsträchtige Initiative zur Gesundheitsprävention“, so Veronika Rabl, Leiterin Human Resources REWE Group Österreich. Und auch Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner sieht große Vorteile. Für ihn ist der Einsatz der Exoskelette eine Antwort auf den demografischen Wandel, der künftig für immer mehr älterer Menschen in den Betrieben sorgen werde. „Der Wirtschaftsstandort Oberösterreich kann und will es sich nicht leisten, auf das Wissen und die Kompetenz dieser Altersgruppe zu verzichten“, sagt Achleitner. Auch deshalb gelte es, technologische sowie sonstige Möglichkeiten zur körperlichen Unterstützung besser auszuschöpfen.

Einsparungen im Gesundheitssystem

„Von diesen Assistenzsystemen profitieren Mitarbeiter und Wirtschaft gleichermaßen, weil sie zum Erhalt der Arbeitsfähigkeit von älteren Arbeitnehmern beitragen“, erklärt Achleitner einen der größten Vorteile, die aus solch arbeitsunterstützenden Technologien gewonnen werden könnten. Konkret soll eine Reduktion der Krankenstandstage durch solche Systeme bis zu eine Milliarde Euro pro Jahr einsparen können, so Tanja Spennlingwimmer, Geschäftsführerin des Instituts für Arbeitsforschung und Arbeitspolitik.

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