Nicht so schlimm wie angekündigt
Wespenjahr im Bezirk bislang im Durchschnitt
- Die Feuerwehr soll nur in Notfällen verständigt werden.
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Die Zahl der Einsätze wegen Wespen- und Hornissennestern bewegt sich im Bezirk Oberpullendorf heuer bislang im langjährigen Durchschnitt. Bis Ende Juli wurden 15 Einsätze verzeichnet. Damit liegt die Zahl unter jener des Vorjahres, als im selben Zeitraum 19 Einsätze durchgeführt wurden. 2024 waren es sogar 41 Einsätze, während 2023 ebenfalls 15 Einsätze registriert wurden.
BEZIRK OBERPULLENDORF. Bezirksfeuerwehrkommandant Martin Reidl betont jedoch, dass die eigentliche Wespensaison erst bevorsteht. „Die meisten dringlichen Einsätze mit Wespen und Hornissen ergeben sich erst in den kommenden Monaten“, erklärt Reidl. Derzeit könne daher noch nicht von einem außergewöhnlichen Wespenjahr gesprochen werden. Wie sich die Saison entwickelt, werde auch von den Wetterbedingungen abhängen.
Feuerwehr nur im Notfall
Immer wieder würden die Feuerwehren alarmiert, obwohl lediglich einzelne Wespen oder Hornissen in der Nähe eines Hauses unterwegs seien. „Nicht jedes einzelne kleine Tier darf von der Feuerwehr entfernt werden“, stellt Reidl klar. Auch die Entfernung von Nestern in abgelegenen Nebengebäuden oder Schuppen gehört grundsätzlich nicht zu den Aufgaben der Feuerwehr.
Für die Beseitigung oder Umsiedlung von Wespen- und Hornissennestern seien gewerbliche Schädlingsbekämpfer die richtigen Ansprechpartner. Sie verfügten über die notwendige Ausrüstung und das entsprechende Fachwissen. Nur in Notfällen – etwa wenn sich große Nester im Bereich von Schulen, Kindergärten oder bei gefährdeten Personen wie Allergikern befinden – könne die Feuerwehr unterstützen. Allerdings seien nicht alle Feuerwehren für solche Einsätze ausgerüstet.
Hinzu kommt, dass derartige Einsätze mit speziellen Schutzanzügen und weiterer Ausrüstung kostenpflichtig sind. Außerdem handelt es sich bei den Feuerwehrmitgliedern um Freiwillige, die nicht jederzeit für die Entfernung von Wespen- oder Hornissennestern verfügbar sind.
- Wespen- und Hornissennester sollten laut Bezirksfeuerwehrkommandant Martin Reidl möglichst von Fachfirmen entfernt oder umgesiedelt werden.
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Tiere möglichst schützen
Auch der Schutz der Tiere spielt eine wichtige Rolle. Wespen- und Hornissennester sollen im Ernstfall möglichst schonend umgesiedelt werden. Das sei eine anspruchsvolle Aufgabe, die unter Vollschutz und mit einer großen Anzahl aufgeschreckter Tiere durchgeführt werden müsse.
Reidl appelliert deshalb an die Bevölkerung, Nester nur dann selbst zu entfernen, wenn dies gefahrlos möglich ist. In allen anderen Fällen sollten Fachfirmen beauftragt werden. „Wespen und Hornissen möchten auch leben und sollten einen Platz in unserem Lebensraum haben dürfen“, sagt der Bezirksfeuerwehrkommandant. Die Tiere seien auf Nahrungssuche oder verteidigten ihr Nest.
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