"Wir müssen 2016 den Sparstift ansetzen"

OBERPULLENDORF (EP). BEZIRKSBLÄTTER: Herr Bürgermeister Geißler, konnten 2015 alle Projekte umgesetzt werden?
RUDOLF GEISSLER: Das größte Projekt war die Komplettsanierung der Rottwiese mit Erneuerung des Gehsteiges, der Straße, Straßenbeleuchtung, teilweiser Kanalverlängerung und neuer Wasseranschlüsse zu den Häusern.
Im Straßenbereich gab es noch kleinere Projekte, das alles war sehr kostenintensiv. Außerdem haben wir die Sanierung des Barfußweges fertig gestellt, haben das Hotelprojekt "Schlof guat" finanziell unterstützt, das Radprojekt "Radfahren im Zentrum abgeschlossen sowie die Büroeinrichtung des Standesamtsverbandes durchgeführt. Aufgrund der angespannten finanziellen Situation der Stadt blieben 2015 die Sanierung der Neuen Mittelschule oder der Leichenhalle Mitterpullendorf auf der Strecke. Diese Projekte haben 2016 höchste Priorität.
Wie ist denn die Finanzlage der Stadt?
In den vergangenen Jahren hatten wir kostenintensive Projekte wie das Feuerwehrhaus und die Sanierung der Volksschule umgesetzt. Aufgrund der finanziellen Anspannung wurde bereits im Vorjahr ein parteiübergreifender Arbeitskreis installiert, um Konsolidierungsmaßnahmen einzuleiten, damit die nächsten Großprojekte umgesetzt werden können. Der jährliche Finanzbedarf beträgt 380.000 Euro, die wir durch Ausgaben-Einsparungen und Einnahmen-Erhöhungen auffangen müssen.
Welche Erhöhungen sind das?
Das ist noch nicht festgelegt, aber bei den Einnahmen sind verpflichtende, bestehende Gebühren festzusetzen, weil wir sonst keine Landesförderung mehr bekommen. Durch die Kanalvermessung sind wir am letzten Stand bei den Liegenschaften, wir erhoffen uns dadurch positive Einnahmeeffekte. Bei den Ausgaben wird zum Beispiel bei den Vereinsförderungen eingespart, es wird jeden Verein treffen.
Wie ist derzeit die wirtschaftliche Lage der Stadt?
In Summe ist die Lage gleich geblieben. Erfreulich ist, dass sich seit Jänner 2016 in Oberpullendorf ein neuer Betrieb mit 20 Mitarbeitern in der ehemaligen ARS Halle angesiedelt hat. Oberpullendorf bekommt auch einen neuen Arzt, er folgt Dr. Gendo nach. Dr. Johannes Klenner kann seinen Ordinationsbetrieb ab 1. April in den Räumlichkeiten der ehemaligen Gebietskrankenkasse aufnehmen.
Das ist eine Übergangslösung, erst wenn Dr. Klenner die Gewissheit hat, dass der Kassenvertrag verlängert wird, wird er über den zukünftigen Ordinationsstandort entscheiden.
2017 stehen Gemeinderatswahlen an. Werden Sie nochmal kandidieren?
Durch die geänderte Situation nach den Landtagswahlen (Rudi Geißler ist seither nicht mehr im Landtag, Anm. der Redaktion) bin ich in meinen Zivilberuf zurückgekehrt. Dies erfordert ein anderes Zeitmanagement, aber als Bürgermeister für die Menschen da zu sein, macht mir nach wie vor großen Spaß.

Autor:

Eva Maria Plank aus Oberpullendorf

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