Bezirk Oberwart
Grenzüberschreitende Initiative "Zukunft auf Schiene"

Die überparteiliche und grenzüberschreitende Initiative "Zukunft auf Schiene / A jövő sínen van" wurde nun offiziell gegründet.
  • Die überparteiliche und grenzüberschreitende Initiative "Zukunft auf Schiene / A jövő sínen van" wurde nun offiziell gegründet.
  • Foto: Jutta Spitzmüller
  • hochgeladen von Michael Strini

Überregionale Initiative für die Bahn wurde im Südosten Österreichs bis West-Ungarn gegründet!

BEZIRK OBERWART. Seit im Jahr 2011 die Bahn zwischen Friedberg und Oberwart eingestellt wurde, wünschen sich die Menschen im Südburgenland die Bahn zurück. Das ergab u.a. eine Befragung, die im Jahr 2014 durch die burgenländische Landesregierung im Zuge der Gesamtverkehrsstrategie durchgeführt wurde.
Da die burgenländische Landesregierung gerade beginnt, Schienen auf der ehemaligen Bahntrasse Richtung Ungarn abzureißen, um einen Radweg zu errichten, verbündeten sich  Menschen im Bezirk Oberwartmit anderen Bahn-Engagierten in der Steiermark, NÖ und Ungarn! Es wurde eine gemeinsame überparteiliche und überregionale Bürgerinitiative gegründet, um ein zukunftsfähiges Bahn-Verkehrsnetz von der Oststeiermark bis zur Buckligen Welt und vom Bezirk Oberwart bis Komitat Vas/Westungarn zu schaffen. Die Initiative heißt "Zukunft auf Schiene / A jövő sínen van" und ist bewusst zweisprachig, um Menschen in Österreich und in Ungarn anzusprechen.

Gesamtverkehrskonzept

Jutta Spitzmüller, Sprecherin der Initiative: "Wir wünschen uns ein zukunftsfähiges klimaschonendes Gesamtverkehrskonzept mit der Bahn als Basis, verbunden mit Radwegen und Zubringerbussen und z.B. Sammeltaxis, wie sie in der Oststeiermark jetzt schon eingesetzt werden! Die EU stellt derzeit hohe Förderhilfen bereit, wir fordern die Landes- und Bundespolitik auf, jetzt um diese Gelder anzusuchen, um das Projekt länderübergreifend umzusetzen! Das wäre eine Riesenchance für die ganze Region, die wunderbare Natur und Thermen zu bieten hat, hier den sanften Tourismus, der in Zukunft viel mehr von der Bahn abhängig sein wird, anzukurbeln! Und es wäre auch eine Chance für Pendler*innen, für alte und junge Menschen ohne Auto mobil zu sein!"
Stefan Marth, Gemeinderat in Oberwart und Teil der Initiative: "2021 ist das EU-Jahr der Schiene mit dem Motto: Bahnfahren ist sicher, klimaschonend und verbindet Menschen! Dieses Motto passt genau für unsere Initiative! Wir wünschen uns umweltfreundlich unterwegs sein zu können und zwar auch über die Bezirks- und Landesgrenzen hinaus! Europa wächst zusammen und die Menschen wollen auch ohne Auto mobil sein!"

Doppelter Nutzen durch Bahnausbau

"Der Ausbau der Bahninfrastruktur in Süd-Ostösterreich und Westungarn bringt uns einen doppelten Nutzen. Dies stärkt die Wettbewerbsfähigkeit unserer Betriebe und bietet die große Chance Pendlerverkehr vom Auto auf die Bahn zu verlagern." sagt Anton Schuller, Standortkoordinator der Wirtschaftsregion Hartberg und Klima- und Energie Modellregionsmanager von Hartberg.
Jutta Spitzmüller: "Wir Menschen im Süden sind es leid, immer mit Ausreden abgespeist zu werden, dass es kein Geld gibt! Während in anderen Regionen viel Geld in die Bahn investiert wird, sogar Millionen in einzelne Bahnhöfe (Link), und im Nord-Burgenland grenzüberschreitende Mobilitätsprojekte mit der Slowakei erfolgreich laufen, haben wir im Bezirk Oberwart nicht einen einzigen Bahnhof, wo wir in den Zug einsteigen können!" Dabei gäbe es viele Pendler in der ganzen Süd-Ost-Region, und auch in West-Ungarn, die von so einem grenzüberschreitenden Projekt profitieren würden.
Tivadar Cseri, Unterstützer der Initiative aus Ungarn: "In Ungarn haben wir schon Unterstützung von hochrangiger Ebene , so haben sich mittlerweile Csaba Hende und die Handelskammer Szomathely für das Bahnprojekt Szombathely - Oberwart ausgesprochen, das ein Teil des geforderten Schienen-Netzes ist."

Online-Petition

Am 25. März wurde eine Online-Petition gestartet, die am ersten Tag bereits mehr als 400 Unterschriften erhalten hat! Das Ziel ist 5.000 Unterschriften zu sammeln, um damit an die Landes- und Bundespolitik heranzutreten und sie aufzufordern, jetzt um EU-Förderungen für dieses länderübergreifende Projekt anzusuchen und es umzusetzen. Zur Online-Petition .

Stimmen zur Bahn

"Wir brauchen die Bahn, weil sie uns eine klimaschonende, nachhaltige und sichere Mobilität gewährleistet, die unsere Regionen mit den Zentren gut verbindet. Es liegt an unserer Generation, die richtigen Weichen für eine gute und vor allem lebenswerte Zukunft unserer Nachkommen zu stellen." sagt LA a. D. Bürgermeisterin Waltraud Schwammer, Dechantskirchen, langjährige Kämpferin für den Erhalt und die Attraktivierung der Bahn.
Harald Peindl, Vizebürgermeister der Stadtgemeinde Fürstenfeld “Wir in der Oststeiermark von der Thermenbahn-Initiative unterstützen dieses zukunftsweisende Projekt! Wir brauchen die Bahn, schon allein deswegen, um uns von der Abhängigkeit vom Auto zu lösen, daher: Jede Stimme zählt doppelt!”
Edi Posch, Pinkafeld: "Anstatt für eine ordentliche Bahnverbindung auch im Südburgenland zu sorgen, macht die burgenländ. Landespolitik genau das Gegenteil. Das ist vollkommen inakzeptabel und verkehrs-. und klimapolitischer Irrsinn. Das bereits vorhandene grenzüberschreitende Projekt "Grenzbahn" als Teil eines Gesamtkonzepts für die Großregion muss jetzt endlich umgesetzt werden. Der Zug darf nicht weiter auf das Abstellgleis gestellt werden."#

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